GLOBAL 2000 fordert Führungsrolle von entwickelten Industrienationen, wenn Paris gelingen soll

Österreich soll Teil der geplanten Einnahmen einer Finanztransaktionssteuer für Klimafinanzierung widmen

Wien (OTS) - Österreich soll Teil der geplanten Einnahmen einer Finanztransaktionssteuer für Klimafinanzierung widmen

Wien, am 4.12.2015 - Nach fast einer Woche der Klimaverhandlungen sieht GLOBAL 2000 nur zaghafte Fortschritte: "In allen wichtigen Fragen liegen die Lager noch weit auseinander. Es braucht jetzt eine Führungsrolle der entwickelten Industrienationen, wenn es gelingen soll, ein faires und umfassendes Abkommen abzuschließen", erklärt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000. Erste positive Signale kommen auch bereits: So haben Deutschland und Frankreich angekündigt, dass sie das vor allem vielen Entwicklungsländern wichtige Ziele unterstützen wollen, die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius einzudämmen. Frankreich hat wiederum angekündigt, dass es einen Teil der geplanten Einnahmen der Finanztransaktionssteuer für internationale Klimafinanzierung zur Verfügung stellen wird. Mehr Bewegung braucht es aber noch bei der Anerkennung von Klimaschäden, langfristigen Finanzierungszielen und der Steigerung der Ambition der Klimaziele.

Österreichischer Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung beschämend gering

Die Umweltorganisation GLOBAL 2000 sieht auch Österreich gefordert mit gutem Beispiel voranzugehen. Am 8. Dezember steht beim EU-Rat der Finanzminister die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf der Agenda: "Der österreichische Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung ist beschämend gering und fällt auch im internationalen Vergleich negativ auf. Wenn der österreichischen Bundesregierung der Abschluss eines internationalen Abkommens wichtig ist, dann muss sie auch ihren fairen Beitrag leisten", erklärt Johannes Wahlmüller.

Finanztransaktionssteuer für Klimafinanzierung widmen

GLOBAL 2000 sieht einen Beitrag von mindestens 50 % der Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer für die Aufstockung der Klimafinanzierung und der Mittel für die offizielle Entwicklungszusammenarbeit als angemessen an.

Vertragsentwurf für Samstag angekündigt

In Paris werden noch den ganzen Freitag lang Themen wie das langfristige Minderungsziel, die rechtliche Verbindlichkeit, der Umgang mit Anpassung an Klimafolgen, finanzielle und technische Unterstützung von Entwicklungsländern und die Frage, wie die nationalen Klimaschutzpläne vor 2020 und danach erhöht werden können, verhandelt. Am morgigen Samstag soll es dann einen fertigen Vertragsentwurf geben.

Anbei übermitteln wir Ihnen auch die von Johannes Wahlmüller und Leonore Gewessler (Geschäftsführerin GLOBAL 2000) für die Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (OEGfE) verfasste Publikation "Wie Österreich Vorreiter beim Klimaschutz werden kann und warum die Welt Österreich braucht" zu Ihrer freundlichen Kenntnisnahme.

Rückfragen & Kontakt:

GLOBAL 2000 Klimasprecher: Johannes Wahlmüller (28. November - 13. Dezember vor Ort in Paris), +43 69914200041 bzw. johannes.wahlmueller@global2000.at

GLOBAL 2000 Pressesprecher: Michael Lachsteiner (für Medienanfragen in Wien), +43 699 14200020 bzw. michael.lachsteiner@global2000.at bzw. presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Pressesprecherin: Lydia Matzka-Saboi (8.-12. Dezember vor Ort in Paris), +43 699 14200026 bzw. lydia.matzka@global2000.at bzw. presse@global2000.at

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