• 03.12.2015, 17:25:36
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GRAS ad Mitterlehner: Universitätsentwicklungsplan stärkt Diskriminierungen und schwächt Student_innen

Quantität und Qualität für Alle in der Lehre und Forschung muss der Plan sein

Utl.: Quantität und Qualität für Alle in der Lehre und Forschung
muss der Plan sein =

Wien (OTS) - Den heute von Wissenschaftsminister Reinhold
Mitterlehner vorgelegten gesamtösterreichischen
Universitätsentwicklungsplan sieht Nike Vorderobermeier von den
Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS) äußerst kritisch. "Der
vorgestellte Plan wird wenig an den vorhandenen Problemen lösen.
Diese werden im Gegenteil sogar weiter gefestigt, wenn das fachliche
Spektrum der Hochschulen örtlich getrennt wird, die
Zugangsbeschränkungen weiter vorhanden bleiben und darüber hinaus
immer noch zu wenig öffentliches Geld in den Hochschulsektor fließt.
Bildung ist ein Menschenrecht und sollte Allen zur Verfügung stehen."

Nach Ansicht der GRAS-Aktivistin Vorderobermeier führt der Abbau des
Studienangebots an Hochschulstandorten zu noch stärkeren
Benachteiligungen bei ohnehin schon benachteiligten Student_innen.
"Wenn Studierenende immer öfter für ihr Wunschstudium um teures Geld
umziehen müssen, dann wird die soziale Durchmischung an den
Universitäten nur noch geringer", so Vorderobermeier. Durch diesen
Plan werden die schon vorhanden sozialen Diskriminierungen weiter
gestärkt. Das Studium wird zu einem Exklusivrecht für finanziell
starke Schichten. „Quantität und Qualität für Alle muss die Lösung
heißen“, verweist die GRAS-Aktivistin noch auf die Aussagen Karlheinz
Töchterles.

Als wirkliche Verbesserungen sieht die GRAS nur einige Aspekte an,
wie etwa die angedachte Stärkung des Wissens- und
Innovationstransfers in Form von Open Access Zugängen oder die
Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Diversität an den
Hochschulen. "Es freut uns sehr, dass sich Herr Mitterlehner einige
unserer inhaltlichen Forderungen angenommen hat. Jetzt sollten mehr
als Lippenbekenntnise folgen", merkt Vorderobermeier an. Der Großteil
der restlichen Ziele schießt jedoch an einer von Sach- und
Finanzzwängen freien Forschung und Lehre vorbei, wenn eine stärkere
Durchlässigkeit zwischen Forschung und Wirtschaft gefordert wird oder
mehr Drittmittel angeworben werden sollen, anstatt den öffentlichen
Hochschulsektor endlich komplett auszufianzieren.

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