GRAS ad Mitterlehner: Universitätsentwicklungsplan stärkt Diskriminierungen und schwächt Student_innen

Quantität und Qualität für Alle in der Lehre und Forschung muss der Plan sein

Wien (OTS) - Den heute von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner vorgelegten gesamtösterreichischen Universitätsentwicklungsplan sieht Nike Vorderobermeier von den Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS) äußerst kritisch. "Der vorgestellte Plan wird wenig an den vorhandenen Problemen lösen. Diese werden im Gegenteil sogar weiter gefestigt, wenn das fachliche Spektrum der Hochschulen örtlich getrennt wird, die Zugangsbeschränkungen weiter vorhanden bleiben und darüber hinaus immer noch zu wenig öffentliches Geld in den Hochschulsektor fließt. Bildung ist ein Menschenrecht und sollte Allen zur Verfügung stehen."

Nach Ansicht der GRAS-Aktivistin Vorderobermeier führt der Abbau des Studienangebots an Hochschulstandorten zu noch stärkeren Benachteiligungen bei ohnehin schon benachteiligten Student_innen. "Wenn Studierenende immer öfter für ihr Wunschstudium um teures Geld umziehen müssen, dann wird die soziale Durchmischung an den Universitäten nur noch geringer", so Vorderobermeier. Durch diesen Plan werden die schon vorhanden sozialen Diskriminierungen weiter gestärkt. Das Studium wird zu einem Exklusivrecht für finanziell starke Schichten. „Quantität und Qualität für Alle muss die Lösung heißen“, verweist die GRAS-Aktivistin noch auf die Aussagen Karlheinz Töchterles.

Als wirkliche Verbesserungen sieht die GRAS nur einige Aspekte an, wie etwa die angedachte Stärkung des Wissens- und Innovationstransfers in Form von Open Access Zugängen oder die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Diversität an den Hochschulen. "Es freut uns sehr, dass sich Herr Mitterlehner einige unserer inhaltlichen Forderungen angenommen hat. Jetzt sollten mehr als Lippenbekenntnise folgen", merkt Vorderobermeier an. Der Großteil der restlichen Ziele schießt jedoch an einer von Sach- und Finanzzwängen freien Forschung und Lehre vorbei, wenn eine stärkere Durchlässigkeit zwischen Forschung und Wirtschaft gefordert wird oder mehr Drittmittel angeworben werden sollen, anstatt den öffentlichen Hochschulsektor endlich komplett auszufianzieren.

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