Reimon zu Luxleaks: Kommission prüft endlich Steuerhinterziehung um McDonald's

Grüne: "Starbucks, Fiat und jetzt McDonald's: Kommission nimmt Steuerflüchtlinge ins Visier"

Wien (OTS) - "Die systematische Steuerhinterziehung der Großkonzerne wird nach Luxleaks ans Licht gebracht. Die bereitwillige Beihilfe zum Steuerdumping einiger Staaten kostet EU-BürgerInnen Millionen", sagt Michel Reimon, wettbewerbspolitischer Sprecher der Grünen/EFA Fraktion im Europaparlament.

Die Kommission prüft, ob die luxemburgischen Steuerbehörden McDonald's einen Steuervorteil verschafft haben. Luxemburg hätte damit illegale Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet. Reimon:
"McDonald's macht enorme Gewinne – im Jahr 2013 250 Mio. Euro – trotzdem hat Luxemburg McDonald's Bescheide erteilt, nach denen der Konzern keine Körperschaftssteuer zu zahlen hat. Und das, obwohl den Behörden bekannt war, dass McDonald's Gewinne bereits in den USA steuerbefreit sind. Das zeigt erneut, dass Steuerabsprachen zwischen Staaten und Konzernen gang und gäbe ist." Wenn sich der Verdacht als richtig herausstellt, wird McDonald's in die Pflicht genommen und muss hinterzogene Steuern zahlen – wie das bei Fiat und Starbucks schon der Fall war.

"Steuerdumping erzeugt millionenschwere Verluste – Länder in der Krise werden zu Einsparungen gezwungen, bei Großkonzernen drücken wir beide Augen zu", kritisiert Reimon scharf. "Die nächsten Konzerne werden bereits geprüft: Amazon und Apple werden gerade durchleuchtet. Wir werden sie nicht aus den Augen lassen."

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