Königsberger-Ludwig begrüßt Verbesserungen bei Vereinbarkeit

Viele Gruppen profitieren: Freie DienstnehmerInnen, Frauen, die eine Fehlgeburt hinter sich haben und Pflegeeltern

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig begrüßt heute, Donnerstag, am Rande des Sozialausschusses das Paket für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das heute im Sozialausschuss beschlossen wurde. „Mit diesem Vereinbarkeitspaket erreichen wir Verbesserungen für freie DienstnehmerInnen, für Frauen, die eine Fehlgeburt erleben mussten und für Pflegeeltern. Außerdem werden klarere Regelungen bei der Elternteilzeit geschaffen“, freut sich Königsberger-Ludwig.****

Frauen, die eine Fehlgeburt hinter sich haben, sollen unmittelbar danach besonderen arbeitsrechtlichen Schutz erfahren. „Leider ist es immer wieder vorgekommen, dass Frauen in dieser schwierigen Zeit nach einer Fehlgeburt gekündigt wurden. In Zukunft gibt es daher vier Wochen danach Kündigungs- und Entlassungsschutz", betont die SPÖ-Abgeordnete.

Auch bei den freien Dienstnehmerinnen gibt es Verbesserungen - sie sollen mit der vorgesehenen Novelle nunmehr ebenfalls unter das Beschäftigungsverbot laut Mutterschutzgesetz fallen. Damit haben sie neben dem Anspruch auf Wochengeld nun auch einen Anspruch auf Freistellung direkt vor und nach der Geburt. „Mit dem Festlegen eines zweiten Meldezeitpunktes im Karenzrecht wird außerdem eine Lücke geschlossen, die es bisher vor allem Vätern nicht leicht gemacht hat, die Kinderbetreuung zu übernehmen“, zeigt sich Königsberger-Ludwig zufrieden.

Bei der Elternteilzeit werden klarere Rahmenbedingungen geschaffen:
„Eine Bandbreite zwischen einer Mindestreduktion der Arbeitszeit um 20 Prozent und einer Mindestarbeitszeit von 12 Stunden pro Woche schafft Klarheit in diesem Bereich", so die SPÖ-Abgeordnete.

Erfreut zeigt sich Königsberger-Ludwig außerdem über rechtliche Verbesserungen für Pflegeeltern: Eltern, die Pflegekinder unentgeltlich und ohne Adoptionsabsicht oder Adoptionsmöglichkeit aufnehmen, haben mit der heute im Ausschuss beschlossenen Änderung Anspruch auf Karenz und Elternteilzeit. „Damit soll gezeigt werden, dass wir das Engagement von Vätern und Müttern, die Kinder in unentgeltliche Pflege genommen haben und keine Adoptionsmöglichkeit haben, wertschätzen und unterstützen.“ Für die rund 200 Pflegeeltern heißt das konkret, dass niemand von ihnen mehr das Arbeitsverhältnis lösen muss, um sich um das Kind kümmern zu können. (Schluss) up/ph

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