- 03.12.2015, 15:36:00
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Leitl: Geldpolitik kann Reformen nicht ersetzen
„Nun ist die nationale Wirtschaftspolitik gefordert, ihren Teil zur Schaffung von Wachstum und Beschäftigung beizutragen“, fordert WKÖ-Präsident
Utl.: „Nun ist die nationale Wirtschaftspolitik gefordert, ihren
Teil zur Schaffung von Wachstum und Beschäftigung
beizutragen“, fordert WKÖ-Präsident =
Wien (OTS) - Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossene
Forcierung ihrer expansiven Geldpolitik durch die Ausweitung des
Anleihekaufprogramms und Senkung des Einlagenzinses für
Geschäftsbanken wird von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) als
notwendiger Schritt erachtet. „Diese weitere Lockerung der
Geldpolitik für den Euroraum ist eine richtige Antwort auf die
schwierigen Rahmenbedingungen in der EU, die nach wie vor geprägt
sind durch eine extrem niedrige Inflation und eine nur mäßige
Erholung der Konjunktur“, betont WKÖ-Präsident Christoph Leitl.
Wichtig sei nun, dass die zusätzliche Liquidität tatsächlich in Form
von Krediten bei den Unternehmen ankommt.
Klar sei auch, so Leitl weiter, dass die europäische Geldpolitik
mit ihren Möglichkeiten bald an ihre Grenzen gekommen wird. „Die EZB
hat bisher als tüchtiger und wirkungsvoller Krisenmanager fungiert.
Nun ist die nationale Politik gefordert, ihren Beitrag zu leisten,
damit Wachstum und Beschäftigung wieder in Schwung kommen.“ In erster
Linie gehe es – in Österreich wie in den meisten anderen EU-Ländern –
darum, längst fällige Reformen umzusetzen und gezielte
Investitionsanreize zu schaffen. „Die Geldpolitik kann die
Versäumnisse der Politik nicht auf Dauer übertünchen“, warnt Leitl.
In Österreich seien mit der Umsetzung des Baupaketes und einer
Lohnnebenkostensenkung ab 2016 erste wichtige Akzente auf den Weg
gebracht worden. Weitere „positive Signale, die Zuversicht schaffen
und die Betriebe motivieren“ sind gefragt, etwa die Einführung einer
Investitionszuwachsprämie und die Verlängerung des Handwerkerbonus,
so der WKÖ-Präsident abschließend. (PWK957/SR)
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