• 03.12.2015, 11:52:29
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Verkehrssicherheitsexpertin Marianne Kraut ist FEMtech-Expertin des Monats Dezember

Wien (OTS) - Mit der Auszeichnung als FEMtech-Expertin macht das
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)
Frauen in Forschung und Technologie sichtbar. Die Expertin des Monats
Dezember ist die Verkehrssicherheitsexpertin Marianne Kraut von der
Reco-Tech GmbH. ****

Marianne Kraut beschäftigt sich mit der Unfallaufnahme, der
Unfallrekonstruktion, der Verkehrsunfallforschung und
Verkehrssicherheitsuntersuchungen. In ihrer innovativen Tätigkeit
integriert sie das Know-how aus der Unfallforschung und der
Unfallrekonstruktion in die klassische
Verkehrssicherheitsuntersuchung. Dabei arbeitet sie in einem
interdisziplinären Team mit ProjektpartnerInnen aus dem
Bauingenieurwesen, der Fahrzeugtechnik und der Psychologie und macht
Verkehrssicherheitsuntersuchungen unter Berücksichtigung
fahrzeugspezifischer Fahrdynamikanalysen und Humanfaktoren.

Die von Kraut kürzlich abgeschlossene
Verkehrssicherheitsuntersuchung – im Auftrag der Kärntner
Landesregierung – der B317 zwischen Hirt und Pöckstein, die eine hohe
Anzahl von Unfallhäufungsstellen aufweist, macht diesen neuen Ansatz
deutlich: Um das Gefahrenpotential zu senken und das Unfallrisiko zu
minimieren, wurden hier Untersuchungen von Unfallabläufen und
Konfliktuntersuchungen sowie eine Simulation der Fahrdynamik an den
Gefahrenstellen im Kreuzungsbereich durchgeführt und ein
dementsprechender Maßnahmenkatalog erstellt.

Als „Herzensprojekt“ bezeichnet Marianne Kraut die Weiterentwicklung
eines mathematischen Modells (NAMO - Numerisches Anatomisches Modell;
entwickelt von ihrem verstorbenen Geschäftspartner Iztok Ciglaric),
welches sämtliche anatomisch korrekt nachgebildeten Strukturen von
realen Kindern aufweist und nicht, wie bis dato üblich, von der Größe
eines Erwachsenen auf die eines Kindes skaliert wurde. Dieses Modell
soll zukünftig die Sicherheit von Kindern als Insassen von Fahrzeugen
und als Fußgänger erheblich verbessern. Zur Validierung des Modells
sucht die Geschäftsführerin aktuell nach nationalen und
internationalen PartnerInnen.

Die gebürtige Kärntnerin beendete 2012 das Diplomstudium für
Maschinenbau mit Spezialisierung auf Verkehrstechnik und
Fahrzeugtechnik an der Technischen Universität Graz. Sie arbeitete
als Projektleiterin im Bereich Unfallforschung und
Unfallrekonstruktion bei der Firma Rekonstrukcija in Slowenien und
hat 2013 die Reco-Tech GmbH gegründet. Nebenbei arbeitet sie als
Universitäts-Projektassistentin am Institut für Fahrzeugsicherheit an
der Technischen Universität Graz in der Unfallforschung.

Alle Informationen auf www.femtech.at

Um die Leistungen von Frauen im Forschungs- und Technologiebereich
sichtbar zu machen, zeichnet das bmvit seit 2005 Frauen aus der
FEMtech-Expertinnendatenbank aus. Monatlich werden drei Fachfrauen
aus der FEMtech-Expertinnendatenbank nominiert. Eine interdisziplinär
besetzte, unabhängige Jury aus hochrangigen Vertreterinnen und
Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und des
Personalmanagements wählt die FEMtech-Expertin des Monats aus. Das
ausführliche Porträt der "FEMtech-Expertin des Monats" finden Sie auf
www.femtech.at.

Mit FEMtech unterstützt das bmvit Frauen in Forschung und
Technologie und schafft Chancengleichheit in der industriellen und
außeruniversitären Forschung. FEMtech setzt Aktivitäten zur
Bewusstseinsbildung, zur Sensibilisierung, zur Sichtbarmachung sowie
zur Förderung der Karrieren von Frauen in Forschung und Technologie.
(Schluss)

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