Nach Decker-Ergebnissen: Erdbebensicherheit in der Ostregion muss neu aufgestellt werden

Auch Lobautunnel und AKW Jaslovske Bohunice betroffen

Wien (OTS) - für die Ostregion fordert die Umweltorganisation VIRUS. Sprecher Wolfgang Rehm "Nach den Erkenntissen des hervorragenden Geologen -Teams rund um Kurt Decker bleibt bei der erdbebentechnischen Planung im Umfeld der Wiener-Becken-Störung kein Stein auf dem anderen. Unser Gutachter Dr. Lahodynsky von der Risikoforschung hat sich bereits auch auf diese paläoseismischen Forschungsergebnisse gestützt, als wir damit 2013 die Planung beim Lobautunnel aufgeblattl't haben, jetzt müssen breite Konsequenzen gezogen werden."

Wie VIRUS betont sei bei der Lobauuatobahn völlig ausgeblendet worden, dass mit dem "Markgrafneusiedler-Bruch" ein Ausläufer jener Störung an der historisch starke Erdbeben bis zu einer Magnitude 7 aufgetreten sind, bis 3,5 Kilometer an das geplante "Jahrhundertbauwerk" heranreiche. Da sich die so genannte "Mur-Mürz-Wiener Becken- Zilina" Störung, wie die Ortsbezeichnung schon zeige, in die Slowakei fortsetzt, sei auch der Kernkraftwerksstandort Jaslovske Bohunice betroffen. "Deshalb haben wir im laufenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren für ein neues AKW auf diesem Standort auf die völlig unzureichende erdbebentechnische Planung und die nicht gegebene Standorteignung hingewiesen", so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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