• 03.12.2015, 10:05:50
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Wie wird man Chef?

Der aktuelle Hernstein Management Report hat 1.500 Führungskräfte in Österreich und Deutschland zum Berufsbild Führungskraft befragt

Utl.: Der aktuelle Hernstein Management Report hat 1.500
Führungskräfte in Österreich und Deutschland zum Berufsbild
Führungskraft befragt =

Wien (OTS) - Welche Kompetenzen muss man als Führungskraft mitbringen
und welche Faktoren haben die Führungskarriere am meisten gefördert?
Empfehlen Führungskräfte ihren Beruf weiter und war eine
Führungsrolle immer schon Berufswunsch?

Eine Führungsposition ist mit einigen Herausforderungen verbunden.
Neben dem hohen Arbeitspensum ist meist auch Ergebnisdruck Teil der
Führungsverantwortung. Würde man Freunden zu diesem Job raten? Der
überwiegende Teil der befragten Führungskräfte spricht eine
Empfehlung aus: Rund 70 Prozent legen ihren Freunden eine Position
mit Führungsverantwortung ans Herz. Interessanterweise ist die
Empfehlungsrate in der oberen Managementebene ausgeprägter als in der
unteren Ebene. 41 Prozent der oberen Führungskräfte empfehlen den
Beruf Führungskraft voll und ganz, bei den Führungskräften des
unteren Managements tun dies nur 19 Prozent. Unternehmensbranche und
Betriebsgröße spielen dabei keine Rolle.

Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft als Erfolgsfaktoren

Engagement und Leistungsbereitschaft, harte Arbeit und Disziplin. Das
sind die häufigsten Antworten auf die Frage, wie es die Befragten in
ihren Chefsessel geschafft haben. Ein hohes Maß an Eigeninitiative
und Proaktivität liegt mit insgesamt 40 Prozent an der Spitze. Knapp
gefolgt auf Platz zwei mit 35 Prozent: überdurchschnittliche
Leistungsbereitschaft. Auffallend ist, dass 53 Prozent der oberen
Führungskräfte Eigeninitiative als wichtigsten Punkt erachteten,
Leistungsbereitschaft nur zu 36 Prozent. In der unteren Führungsebene
ist es gerade umgekehrt: Leistung ist mit 35 Prozent die Nummer eins,
Eigeninitiative wird zu 28 Prozent genannt.

Lernbereitschaft gefordert

„Einsatz und Leistungsbereitschaft bleiben auch weiterhin wichtig.
Doch mit der immer schnelleren Veränderung, sei es sozial oder
technologisch – Stichwort Digitalisierung –, gewinnt die
Lernbereitschaft bei Führungskräften mehr an Bedeutung“, ist
Eva-Maria Ayberk, Leiterin des Hernstein Instituts, überzeugt. Diese
wird mit 24 Prozent genannt, darunter fallen auch „Mut, Fehler zu
machen. Denn: Leadership bedeutet, sich rasch an neue Verhältnisse
anzupassen. Neue Ziele liegen nicht auf den alten Routen. Gesucht
werden also Kapitäne, die Situationen jeweils neu einschätzen und
abseits bekannter Routen manövrieren können.“
Konkrete Mentorinnen und Mentoren oder andere Fürsprechende im
Unternehmen folgen mit 13 Prozent auf Platz drei. Als weniger
relevant werden das „Prinzip Zufall“ (7 Prozent) und private Kontakte
(3 Prozent) genannt.

Berufswunsch Führungskraft

61 Prozent der befragten Führungskräfte hatten schon in den ersten
Jahren ihrer Karriere die Absicht, Führungskraft zu werden. Hier
zeigen sich klare Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den
verschiedenen Führungsebenen. Den Berufswunsch Führungskraft hatten
65 Prozent der männlichen Führungskräfte, bei den weiblichen
Führungskräften waren es nur 53 Prozent. "Chefsein" war vor allem
Führungskräften der oberen Ebene und Selbstständigen schon früh ein
Anliegen. 43 Prozent der oberen Führungskräfte und 56 Prozent der
Selbstständigen hatten schon in den ersten Jahren ihrer
Berufslaufbahn Führungsambitionen. Bei den Führungskräften der
unteren Ebene hatten dies hingegen nur 23 Prozent. 29 Prozent dieser
Führungsebene hatten nie die Absicht, später eine Führungsfunktion zu
übernehmen.

Tipps für angehende Chefs

48 Prozent der befragten Führungskräfte raten jungen Menschen,
Engagement und Leistungsbereitschaft zu zeigen, wenn sie eine
Führungsposition anstreben. Lernbereitschaft und Offenheit an den Tag
zu legen, halten 24 Prozent der befragten Führungskräfte für
unumgänglich. Integrität und Authentizität raten 19 Prozent den
jungen Menschen für ihre Führungskarriere. „Die Führung der Zukunft
steht unter einem neuen Paradigma: Verantwortung ist kein
Einzelschicksal mehr, die neue Führung verteilt Verantwortung auf
viele“, so Eva-Maria Ayberk. „Entscheidungen werden dort gefällt, wo
Wissen ist. Lernbereitschaft bleibt ein wichtiger Erfolgsfaktor für
Agilität: besonders von und mit anderen lernen und co-kreieren wie
z.B. im Design Thinking Prozess“.

Hier geht es zum Gesamtreport und zu Infografiken zur freien
Verwendung:
http://www.ots.at/redirect/hernstein7

Über die Umfrage:

Befragungszeitraum: April/Mai 2015, befragte Personen: 1.500
Führungskräfte und UnternehmenseigentümerInnen (Österreich:750,
Deutschland:750)

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