ELGA-Start: Österreicher werden "Crashtest Dummies"

Wien (OTS) - Jetzt wird’s ernst. Von sündteurem Werbegetöse begleitet, startet die „kranke Akte“ ELGA mit 9. Dezember ihren Probelauf in Spitälern Wiens und der Steiermark. Zum Auftakt erneuert der Österreichische Hausärzteverband (ÖHV) seine dringende Empfehlung „Raus aus ELGA“.

„Gesundheitsdaten sind für ein Herumexperimentieren viel zu heikel. Schützen Sie Ihre Daten vor einem elektronischen Testbetrieb, dessen Verlauf ein Chaos erwarten lässt“, betont Hausärzte-Sprecher Dr. Wolfgang Geppert. Es gäbe keinerlei Erfahrungswerte, kein vergleichbares Projekt. Kein Wunder also, dass man zaghaft mit einem Probelauf in nur zwei Bundesländern beginnt, das Management der Datenläufe erst intern prüfen muss – „learning by doing“ auf dem Rücken der Patienten. „Niemand steigt gerne in einen Probebetrieb ein, schon gar nicht, wenn es um die Gesundheit geht“, so Geppert. Der automatischen ungefragten Teilnahme von Staats wegen könne man nur durch ein rasches Opt-Out entgehen.

Raus aus ELGA

„Nach wie vor wissen viele Österreicherinnen und Österreicher gar nicht, wo überall was in nächster Zeit in Betrieb geht und welche Daten genau eingespeichert werden“, ist man beim Hausärzteverband überzeugt. Die Werbeeinschaltungen der ELGA-Betreiber stellten nämlich das Hochjubeln ihrer angeblichen Errungenschaften in den Mittelpunkt statt einer ehrlichen und sachlichen Aufklärung der Patienten. Umso mehr rät der ÖHV, dem Beispiel Hunderttausender zu folgen und so bald wie möglich aus dem Crashtest der „kranken Akte ELGA“ auszusteigen. Die Hausärzte-Vertreter selbst haben dies längst getan.

Weitere Informationen unter www.hausaerzteverband.at

Rückfragen & Kontakt:

PR-Büro Halik, Mag. (FH) Susanna Schindler,
Sparkassaplatz 5a/2, 2000 Stockerau
Tel.: 02266/67477-14, s.schindler@halik.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HAU0001