Weltbodentag: VIER PFOTEN warnt vor Auswirkungen des weltweiten Fleischkonsums auf Boden und Klima

Wien (OTS) - Zum Anlass des Weltbodentags am 5. Dezember und der UN-Klimakonferenz in Paris warnt VIER PFOTEN vor den weitreichenden Auswirkungen der Intensivtierhaltung. „Der massive Einfluss der intensiven Tierproduktion und -haltung auf die Bodenzerstörung und den Klimawandel ist offensichtlich. Wenn wir unseren Konsum von tierischen Produkten reduzieren, verhindern wir somit nicht nur Tierleid – es ist auch noch gut für unser Klima und unseren Boden“, erklärt Daria Hainz, Leiterin der Abteilung Ernährung bei VIER PFOTEN.

Die große Mehrheit des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens wird für die Produktion von tierischen Produkten wie Fleisch, Eiern und Milch genutzt. Während der Konsum dieser Produkte in den Industrieländern in den letzten Jahren hoch, aber immerhin konstant blieb, schoss er in China und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern in die Höhe. Etwa 60 Milliarden Tiere werden weltweit jährlich geschlachtet.

Nutztiere, Boden, Klima und unsere Gesundheit – alles hängt zusammen Die meisten Nutztiere werden in Massenproduktionen gehalten. „Das hat mehrere gesundheitliche Risiken und Tierschutzprobleme zur Folge: Die Tiere fristen dicht gedrängt, auf engstem Raum ihr Dasein.

Antibiotika werden prophylaktisch verabreicht, und manchmal werden die Tiere sogar verstümmelt, nur um sie an ihr unnatürliches Umfeld anzupassen, wie es zum Beispiel beim Schwanzkupieren bei Schweinen der Fall ist – und das sind nur einige Beispiele“, beschreibt Hainz.

Intensivtierproduktion birgt auch Gefahren für unseren Boden, wie den fortschreitenden Verlust der organischen Substanz, Verdichtung, Aushöhlung und Versalzung. Ein Drittel des kultivierbaren Landes wird für die Futtermittelproduktion genutzt, wodurch die Tierproduktion gravierend zur Bodenverschlechterung beiträgt. Auch im Kontext des Klimawandels spielt die Tierproduktion eine wesentliche Rolle. Sie verursacht 18 % der globalen Treibhausemissionen und generiert 65 % des Distickstoffmonoxid (N2O), ebenso wie 36 % des Methan-Ausstoßes (CH4). Diese beiden Gase tragen sogar wesentlich mehr zur globalen Erwärmung bei als CO2.

Konsumenten entscheiden mit

Intensivtierhaltung wird häufig dadurch gerechtfertigt, dass es die einzige Möglichkeit wäre, die Konsumenten mit ausreichend und möglichst billigen tierischen Produkten versorgen zu können. „Deshalb liegt es in der Macht jedes einzelnen, hier eine Veränderung zu bewirken. Wer seinen Konsum von tierischen Produkten einschränkt, tut den Tieren, dem Klima und seiner eigenen Gesundheit etwas Gutes. Auf diese Weise kann auch jeder von uns Tierleid und die Auswirkungen auf Klima und Boden reduzieren“, so Hainz.

VIER PFOTEN fordert außerdem, dass das Thema Ernährung von den öffentlichen Stellen ernster genommen wird. Der Konsum von Fleisch und tierischen Produkten sollte in Schulen kritischer behandelt werden, Berufsschulen für Gastronomie und Hotellerie sollten auch vegetarische und vegane Köche ausbilden und Regierungen sollten entsprechende fleischlose Angebote fördern.

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