Junge Stimmen für Entwicklung

Entwicklungspolitische Fachtagung der Stadt Wien zu den neuen Weltentwicklungszielen

Wien (OTS/RK) - Anlässlich der diesjährigen entwicklungspolitischen Fachtagung der Stadt Wien sprachen am 1. Dezember 2015 im Wiener Rathaus ExpertInnen zu aktuellen Fragen der jüngst beschlossenen Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen. Gemeinderätin Muna Duzdar wies in ihrer Begrüßung auf die Bedeutung des Themas im Zusammenhang mit dem globalen Recht auf Bildung hin und betonte die Notwendigkeit der Bewusstseinsbildung.

Nachhaltige Entwicklungsziele kommunizieren

Die Fachtagung stand im Zeichen der Nachhaltigen Entwicklungsziele und des Europäischen Jahrs für Entwicklung 2015. Aufschlussreiche Vorträge von nationalen und internationalen Gästen thematisierten die Frage, welche Herausforderungen sich der Entwicklungspolitik für die Zukunft unserer Jugend stellen. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung sind Menschen unter 25 Jahren. Viele davon leben in Ländern des Globalen Südens und sind von Armut betroffen. Um allen Jugendlichen auf der Welt eine bessere Zukunft bieten zu können, wurden im September 2015 die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) beschlossen. Weltweit waren Jugendorganisationen in den Prozess miteingebunden. Herausgekommen sind dabei „17 Ziele für die Welt“. Schwerpunkte sind die Themenbereiche Ernährung, Armutsbekämpfung und Bildung mit Zielsetzungen für Kinder und Jugendliche.

Globales Lernen ist die Zukunft

Antonia Wulff von der Organisation „Education International“ in Brüssel hob den neuen Ansatz der SDGs hervor, bei dem bis zum Jahr 2030 allen Kindern eine qualitätsvolle Bildung in der Primar- und Sekundarstufe garantiert werden soll. Dazu bedarf es enormer Investitionen in die Infrastruktur sowie bei der Lehrpersonalausbildung. Jacob Sovoessi brachte Beispiele der Arbeit aus Benin ein, bei der der Fokus auf der Ausbildung von benachteiligten Kindern sowie auf Alphabetisierung von Frauen liegt. Harrison Obeng Debra aus Ghana verfolgt bei seinem Engagement bei der NGO „Young People We Care“ einen ähnlichen Ansatz. Beide Referenten stimmten darin überein, dass die Jobaussichten für Jugendliche in Afrika in der Selbstständigkeit liegen. Dass ein einjähriges Volontariat in einem Sozialprojekt ein Beitrag zum Globalen Lernen sein kann, berichtete Johanna Rachbauer. Ihr ehrenamtlicher Einsatz für armutsgefährdete Kinder in der Republik Kongo war eine Lebenserfahrung, die sie auch für das kommende Berufsleben bereichern wird. (Schluss)

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Bernhard Bouzek
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