Zielpunkt-Pleite: Gewerkschaft vida fordert guten Sozialplan für LagerarbeiterInnen

Winkler: „Werden Arbeitsplätze nicht billig verkaufen“

Wien (OTS) - Nach der Zielpunkt-Pleite haben heute rund 150 ArbeiterInnen des Pfeiffer-Logistikzentrums in Wien an einer Betriebsversammlung teilgenommen. „Die Stimmung war sehr gedrückt. Die Menschen wissen, dass es das Lager nach dem Aus für Zielpunkt nicht mehr geben wird, da es schlicht und einfach niemand braucht. Spätestens Ende Jänner wird das Lager endgültig dicht gemacht. Die Betroffenen sind bereits beim AMS angemeldet. Einen Lichtblick gibt es für die Beschäftigten: Sie bekommen bis zur Lagerschließung ihre Löhne und auch das Weihnachtsgeld ausbezahlt, da sie für die CC Pfeiffer-Gruppe und nicht für Zielpunkt arbeiten“, so Barbara Schröding vom Landessekretariat Wien der Gewerkschaft vida.

Geld für Umschulungen muss bereitgestellt werden

Die Gewerkschaft vida drängt darauf, dass die Unterstützung für die ArbeiterInnen des Logistikzentrums nicht mit der Überweisung der Löhne endet. Erste Verhandlungen über einen Sozialplan sollen nächste Woche beginnen. „Wir wollen einen guten Sozialplan für alle. Diese Menschen werden aus ihrem Arbeitsleben gerissen und es wird ihnen gesagt, dass man sie nicht mehr braucht. Wir fordern Eigentümer Georg Pfeiffer auf, die verantwortlichen Manager anzuweisen, gemeinsam mit uns einen Sozialplan auf die Beine zu stellen und Geld für Umschulungen bereitzustellen. So können sich die Betroffenen für künftige neue Jobs noch besser rüsten und qualifizieren“, so Andreas Gollner, Sekretär für den vida-Fachbereich Dienstleistungen.

Mit voller Kraft für die ArbeiterInnen

„Georg Pfeiffer hat mehrmals betont, dass er seinen Beschäftigten die bestmögliche Hilfestellung auf der Suche nach einem neuen Job zukommen lassen will. Das ist jetzt seine Chance zu seinem Wort zu stehen. Sein, wie er es nennt, Herzensprojekt Zielpunkt ist gescheitert. Jetzt gilt es, sich mit aller Kraft für die Arbeiterinnen und Arbeiter einzusetzen. Sie haben sich einen Sozialplan und entsprechende finanzielle Unterstützung für Umschulungen und Qualifizierungen mehr als verdient. Dafür werden wir uns einsetzen. Eines steht fest: Wir werden die Arbeitsplätze nicht billig verkaufen“, schließt vida-Vorsitzender Gottfried Winkler.

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