Kaske zu Arbeitsmarkt: Positive Signale stützen, Beschäftigung schaffen

Wien (OTS) - Auch wenn die Arbeitslosigkeit im November weiter gestiegen ist, so mehren sich für AK Präsident Rudi Kaske die Anzeichen einer leichten Erholung. Zahlreiche Ökonomen rechnen für das nächstes Jahr mit einem Wirtschaftswachstum, vor allem gestützt auf die Auswirkungen der Steuersenkung: „Es ist Erholung in Sicht. Jetzt wird es wichtig sein, diese Effekte zu verstärken und zu festigen.“ Neben der Kaufkraftsteigerung durch die Steuersenkung braucht es, so Kaske, rasch Investitionen, die das Wachstum beleben und Beschäftigung sichern und schaffen. Einmal mehr verlangt Kaske nach einer „Goldenen Regel“. Der EU-Fiskalpakt mit seinen restriktiven Regeln erschwert es, Geld, das jetzt zu günstigen Konditionen zu haben ist, für wichtige und nachhaltige Investitionen aufzunehmen. „Wir brauchen jetzt Investitionen in Pflege, Schule, Kinderbetreuung und öffentlichen Verkehr.“ Kritik übt Kaske an Vertretern von Wirtschaft und Industrie, die „keine Gelegenheit auslassen, Österreich madig zu machen“. Statt ständig schlechte Stimmung zu verbreiten, sollten die Wirtschaftsvertreter endlich auch wieder in die Betriebe investieren.

Auf das Arbeitsmarktservice (AMS) sieht Kaske besondere Herausforderungen zukommen. Die Tatsache, dass bereits fast die Hälfte der Arbeit Suchenden nur einen Pflichtschulabschluss haben, zeigt wie wichtig es ist, auch für Geringqualifizierte Förderungsmaßnahmen zu entwickeln, die auch wirklich angenommen werden und unterstützen. Die derzeit angebotenen Maßnahmen richten sich der Mehrzahl an besser Qualifizierte. Kaske setzt sich dafür ein, das AMS zu einer Arbeits- und Bildungsagentur auszubauen, in der alle Aus- und Weiterbildungsangebote konzentriert und effizient eingesetzt werden.

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