Wohlmuth: Pensionistenverband fordert Maßnahmenpaket für ArbeitnehmerInnen 50+

Gesund-Länger-Arbeiten-Paket, wirksamen Bonus-Malus-System, Pensionsmonitoring, Wertschöpfungsabgabe, Best-Bieter-Prinzip und EU-Investitionspaket für Wirtschaftswachstum

Wien (OTS) - „Die Arbeitslosigkeit in der Generation 50+ bzw. 55+ steigt Monat für Monat in erschreckendem Tempo (+13,5 Prozent), die Beschäftigungsquoten hinken meilenweit hinterher. Derzeit haben nur 46 Prozent der 55- bis 64-Jährigen einen Arbeitsplatz! Weit entfernt von der 60-Prozent-Vorgabe der EU bis 2020! Es muss jetzt auch den letzten Realitätsverweigerern klarwerden: Ohne weitere Maßnahmen, ohne Investitionen, ohne einen Beitrag von EU und Wirtschaft wird es nicht gehen“, betont Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) und fordert: „Her mit einem Maßnahmenpaket für ArbeitnehmerInnen 50+, bei dem auch Wirtschaft und EU endlich einen adäquaten Beitrag leisten!“ ****

Zwtl. Maßnahmenpaket 50+ des Pensionistenverbandes

+ Wirksames Bonus-Malus-System mit schmerzhaftem Malus für Betriebe, die ältere ArbeitnehmerInnen in die Arbeitslosigkeit oder Frühpension drängen und einem echten, spürbaren Anreiz für die Beschäftigung Älterer
+ Dazu umfassendes Pensions- und Beschäftigungsmonitoring 50+ unter Einbeziehung des öffentlichen Dienstes und aufgeschlüsselt nach Branchen, Regionen und Betriebsgröße
+ Gesund-Länger-Arbeiten-Paket mit:
- ergonomischer Gestaltung des Arbeitsplatzes
- verpflichtende betriebliche Gesundheitsvorsorge inkl. zusätzlicher arbeitsmedizinischer Einsatzzeiten für MitarbeiterInnen 50+
- Einschränkung krankmachender Arbeit durch altersgerechte Schichtpläne und schrittweise Reduzierung der Nacht- und Schwerarbeit - Schwerpunktprogramm „Burn-Out-Vorsorge“ durch verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen
+ Spezielle Aus- und Weiterbildungsangebote und Umschulungen für die Generation 50+ durch das AMS. Finanzielle Förderungen für Firmen, die ältere MitarbeiterInnen einstellen und sie aus- oder weiterbilden
+ Einführung einer Wertschöpfungsabgabe zur Entlastung von personalintensiven Unternehmen und Sicherung der Finanzierung des Sozialsystems
+ Verpflichtendes Best-Bieter-Prinzip für ALLE Branchen zur Unterstützung von Firmen, die Ältere beschäftigen und Lehrlinge ausbilden
+ Investitionen zur Ankurbelung der Wirtschaft und Schaffung von Arbeitsplätzen. Her mit dem so vollmundig angekündigten 315-Milliarden-Paket der EU zur Wirtschaftsbelebung.

„Wirtschaftswachstum schafft und sichert Arbeitsplätze und wie die Arbeiterkammer kürzlich veröffentlichte: Ein Anstieg des BIP um nur 0,5 Prozent würde dafür sorgen, dass die Bundesmittel zu den Pensionen stabil bleiben, bei 0,9 Prozent würden sie sogar sinken“, so Wohlmuth, der abschließend unterstreicht: „Wirtschaftswachstum, steigende Beschäftigung, mehr altersgerechte Jobs und die Einführung wertschöpfungsbezogener Elemente zur Finanzierung unserer Sozialsysteme sind die Schlüssel zur Sicherung unserer Gesundheits-Vorsorge, staatlicher Sozialleistungen, des Pensionssystems und damit des Wohlstandes unserer und kommender Generationen“! (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
Tel.: 01/313 72 31
E-Mail: susanne.ellmer-vockenhuber@pvoe.at

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