Fußpflegerin bekam 400 Mehrarbeitsstunden nicht bezahlt AK klagte und erreichte 3740 Euro Nachzahlung

Linz (OTS) - Eigentlich war sie mit fünf Stunden pro Woche nur geringfügig beschäftigt. Doch immer wieder musste eine Fußpflegerin aus dem Raum Steyr länger arbeiten. Die Mehrarbeitsstunden wurden aber nicht abgegolten. Erst als die Arbeiterkammer Oberösterreich für die Frau vor Gericht ging, bekam sie die rund 400 geleisteten Mehrarbeitsstunden bezahlt – insgesamt 3740 Euro.

Vereinbart war eine Fünf-Stunden-Woche, die Realität sah aber anders aus. In den eineinhalb Jahren ihrer Beschäftigung häuften sich bei der Fußpflegerin 400 Mehrarbeitsstunden an. Bezahlt wurde keine einzige davon. Ende September 2013 kündigte die Arbeitnehmerin, kurz darauf machte sie per E-Mail ihre Ansprüche geltend. Die ehemalige Chefin sicherte ihr zu, die Stunden würden bezahlt – leider nur eine leere Versprechung. Mehrere weitere Aufforderungen blieben ebenso erfolglos.

Die Fußpflegerin wandte sich schließlich an die AK, doch auch deren Intervention blieb ohne Ergebnis. Erst als die AK eine Klage einbrachte, bezahlte die Arbeitgeberin den gesamten offenen Betrag. Der Fall zeigt wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, seine Ansprüche rechtzeitig geltend zu machen: „Die Frau hat die Bezahlung der Mehrarbeitsstunden zum Glück noch innerhalb der Verfallsfrist eingefordert. Die beträgt nämlich in dieser Branche nur drei Monate ab der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sonst wäre sie um viel Geld umgefallen“, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Die Arbeiterkammer Oberösterreich kämpft weiter gegen kurze Verfallsfristen. Verfallsfristen von weniger als drei Jahren für nichtbezahlte Ansprüche von Arbeitnehmern-/innen sollen abgeschafft werden.

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