BMBF: Verleihung hoher staatlicher Auszeichnungen

Wien (OTS) - Im Audienzsaal des Bundesministeriums für Bildung und Frauen wurden heute hohe staatliche Auszeichnungen überreicht. Herbert Schanda wurde das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Rudolf Gamper erhielt das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Herbert Bolterauer, Stefan Gergely, Erich Marx, Karl Prillinger, Claus Reitan und Reinhard Waldenberger wurde der Berufstitel „Professor“ verliehen.

Ing. Herbert Schanda wurde für seinen Einsatz als Heimatkundler und Chronist mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Der langjährige Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt und Landesfeuerwehrkommandantenstellvertreter von Niederösterreich ist als akribischer Chronist eines wesentlichen Teiles der niederösterreichischen Feuerwehrgeschichte bekannt. Bereits während seiner aktiven Zeit verfasste er zahlreiche Artikel und Berichte in Fachpublikationen. Besonders hervorgehoben werden darf seine Leistung als Verfasser der Schriftenreihe „Wiener Neustädter Feuerwehrgeschichte“, die bisher in neun Bänden erschienen ist. 2006 wurde er bereits mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich geehrt.

Rudolf Gamper wurde für seine Leistungen als Erwachsenenbildner und Kulturvermittler das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Als Programmgestalter und Moderator von Radiosendungen und TV-Dokumentationen beim öffentlich-rechtlichen RAI-Sender Bozen trat er als wichtiger Förderer der Brauchtumspflege und der Volksmusik Südtirols und Tirols hervor. 1998 wurde er Intendant der deutschen Hörfunk- und Fernsehsendungen der RAI für Südtirol. Seit 2009 ist Rudolf Gamper Präsident der Rundfunkanstalt Südtirol, die im Namen der Landesregierung Hörfunk- und Fernsehsendungen aus dem deutschen Sprachraum in Südtirol ausstrahlt.

Mag. Herbert Bolterauer wurde für seine Verdienste als Kulturvermittler und Musikpädagoge mit dem Berufstitel „Professor“ ausgezeichnet. Er hat als Organist, Chordirigent und Komponist im Grazer Kirchenmusikleben wichtige Impulse gesetzt. Neben seiner Tätigkeit als Leiter der Kantorei Mariahilf in Graz gründete er 1987 den Konzertzyklus „Abendmusiken“. Mit der 1992 erfolgten Ernennung zum Leiter der Grazer Franziskuskantorei hat Bolterauer eine weitere, für die Grazer Kirchenmusik bedeutsame Position inne. 1997 gründete er das Vokalensemble tonus. 1990 erhielt er den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung zuerkannt.

Mag. Dr. Stefan M. Gergely wurde für sein Engagement als Erwachsenenbildner mit dem Berufstitel „Professor“ geehrt. Der ausgebildete Chemiker verfasste mehrere Sachbücher unter anderem zu den Themen Mikroelektronik, Ernährung und Datenschutz. Neben seiner Tätigkeit als freier Wissenschaftsjournalist, unter anderem für den ORF und das Nachrichtenmagazin Profil, erstellte er zahlreiche Studien im Auftrag österreichischer Ministerien. Wenn heute wissenschaftsjournalistische Ressorts, Themen und journalistische Spezialisierung selbstverständlich geworden sind, so ist das auch sein Verdienst. 1988 erhielt er den Österreichischen Staatspreises für publizistische Leistungen im Interesse von Wissenschaft und Forschung. Seit 1990 ist er auch als Gastronom tätig.

Dr. Erich Marx wurde in Würdigung seiner Tätigkeit als Kulturvermittler und musealer Sammler der Berufstitel „Professor“ verliehen. Er war ab 1988 Leiter des Archivs der Stadt Salzburg und übernahm im Juli 2000 die Direktion des Salzburger Museums Carolina Augusteum (seit 2007: Salzburg Museum). Unter seiner Leitung erfuhr das Museum eine umfangreiche Neugestaltung, die sowohl bei Experten als auch beim Publikum große Akzeptanz findet. Seine Museumsarbeit wurde mehrfach ausgezeichnet,unter andrem zwei Mal mit dem Österreichischen Museumspreis und 2009 mit dem Europäischen Museumspreis. Hervorzuheben ist auch seine Tätigkeit als Autor und Herausgeber von Publikationen zur Stadtgeschichte Salzburgs. 2012 wurde Marx mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg geehrt.

KommR Karl Prillinger wurde für sein Engagement als Heimatkundler und Sammler mit dem Berufstitel „Professor“ geehrt. Seit 1997 sammelt der ehemalige Leiter eines Landtechnik-Ersatzteilunternehmens Prospekte alter Landmaschinen, mit dem Ziel die Entwicklung der Landtechnik umfassend zu dokumentieren. Sein agrarhistorisches Archiv umfasst mittlerweile ca. 700.000 verschiedene Belege, die bis in das Jahr 1680 zurückreichen, und ist damit die größte bekannte Sammlung dieser Art im deutschsprachigen Raum. Durch seine langjährige Sammler- und Forschertätigkeit ist er zur ersten Anlaufstelle für das Thema „Historische Landtechnik“ im deutschsprachigen Raum geworden und trägt dazu bei, dass sie in strukturierter und leicht zugänglicher Form der Nachwelt erhalten bleibt.

Claus Reitan wurde für seine Verdienste als Erwachsenenbildner, Autor und Journalist mit dem Berufstitel „Professor“ ausgezeichnet. Als ehemaliger Chefredakteur der Tiroler Tageszeitung (1955-2005), der Tageszeitung Österreich (2006-2008) und der Wochenzeitung Die Furche (2088-2012) gehört er seit Jahrzehnten zu den renommiertesten Journalisten Österreichs. 2004 war er Mitbegründer des bis 2012 von ihm geleiteten Vereins der Chefredakteure, der den neuen Österreichischen Presserat mitbegründete.
Seit 2013 ist er als freiberuflicher Journalist tätig. Als Mitherausgeber des Handbuches „Praktischer Journalismus“ und als Referent und Vortragender in der Journalist/innenaus- und weiterbildung erweist er sich als Brückenbauer zwischen Theorie und Praxis. 1995 erhielt er das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Reinhard Waldenberger wurde für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit als Erwachsenbildner und Redakteur mit dem Berufstitel „Professor“ geehrt. Waldenberger war ab 1975 als Sportredakteur bei der Kronenzeitung tätig. 1988 wechselte er zum ORF und wurde 1998 Programm- und Sportchef im Landesstudio Oberösterreich. Als Mitinitiator und Moderator zahlreicher Sportveranstaltungen leistete er einen wertvollen Beitrag für den Sport in Österreich. 2004 wurde ihm der Ehrentitel Konsulent für das Sportwesen des Landes Oberösterreich verliehen. Hervorzuheben ist auch sein Mitwirken bei zahlreichen Sportbüchern.

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