Welt-Aids-Tag: Aufklärung und Information das Um und Auf

ÖGB-Anderl: Betroffene sind sich einer Infektion oft nicht bewusst

Wien (OTS) - Noch immer stecken sich täglich viele Menschen mit HIV an. Weltweit betroffen sind rund 36 Millionen Menschen, davon 2,6 Millionen Kinder unter 15 Jahren. „Viele der HIV-infizierten sind sich der Krankheit gar nicht bewusst. Das zeigt, dass noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden muss, um Menschen mit HIV/Aids eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen und gleichzeitig die Neuinfektionen einzudämmen“, sagt Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, anlässlich des Welt-Aids-Tages, der morgen, 1. Dezember, begangen wird. Der ÖGB wird heute die Fahne zum Aktionstag vor der Zentrale in Wien hissen, um auf das Thema aufmerksam zu machen und Solidarität mit den von HIV betroffenen Menschen zu zeigen.

Während in vielen europäischen Ländern, auch in Österreich, die HIV-Therapien und die Betreuung der Betroffenen stark ausgebaut wurden, gibt es in einigen anderen enormen Aufholbedarf. Allein in Russland gab es mehr als 80.000 neue Infektionen. „Keine ausreichende Information und Unwissenheit führen dazu, dass sich einerseits immer mehr Menschen anstecken und andererseits schmälert der späte Therapiestart die Behandlungserfolge bei Betroffenen“, erklärt die ÖGB-Vizepräsidentin.

Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

„Die Krankheit ist oft nicht das einzige Problem der Betroffenen. Sie haben zusätzlich mit Ausgrenzung und Diskriminierung zu kämpfen. Und hier herrscht enormer Handlungsbedarf. Die Bevölkerung muss besser darüber informiert werden, dass es nicht gefährlich ist, mit HIV-positiven Menschen zu arbeiten oder ins Kino zu gehen. Diese Ängste sind völlig unbegründet“, betont Anderl abschließend.

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