AUVA-Pflegepreis 2015 Burgenland geht an Mirjana Kljajic

Wien/Eisenstadt (OTS) - Seit einem Sturz vom Dach im August 2010 ist Zvonko Kljajic rund um die Uhr auf die Hilfe seiner Frau angewiesen. Für ihre Pflegeleistungen wurde Mirjana Kljajic am Montag, 30. November 2015, mit dem AUVA-Pflegepreis 2015 ausgezeichnet – von Landesrat Norbert Darabos, dem Vorsitzenden der AUVA-Landesstelle Wien, Rudolf Silvan, dem Direktor der AUVA-Landesstelle Wien, Alexander Bernart und Franz Nechansky, Spartenobmann-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Burgenland.

Seit vier Jahren pflegt Mirjana Kljajic ihren Gatten Zvonko Tag für Tag, rund um die Uhr. Jetzt wurde sie mit dem Pflegepreis der AUVA-Landesstelle Wien, Niederösterreich und Burgenland ausgezeichnet. Dieser Preis wird bereits zum 18. Mal an Menschen verliehen, die ihre pflegebedürftigen Angehörigen nach schweren Arbeitsunfällen betreuen und großes persönliches Engagement investieren.

Norbert Darabos, Landesrat für Gesundheit und Soziales in der Burgenländischen Landesregierung und Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien, überreichten die Ehrenstatue und die Urkunde. Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien und Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz sowie Franz Nechansky, Spartenobmann-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Burgenland übergaben der Siegerin die Sachpreise: ein Erholungsurlaub in einem behindertengerechten Hotel und ein Gutschein im Wert von 1.000 Euro.

„Pflegende Angehörige leisten einen gesellschaftspolitisch wertvollen Beitrag. Durch die Pflege zu Hause erhalten schwer kranke Menschen Wärme und Geborgenheit. Deshalb ist es wichtig, pflegende Familien und Angehörige umfassend zu unterstützen. Der AUVA-Pflegepreis, der im Burgenland heuer an Mirjana Kljajic geht, ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung“, erklärt Darabos.

Der Schicksalstag

Der 3. August 2010 veränderte das Leben der Familie Kljajic für immer. Bei Stemmarbeiten auf einer Terrasse stolperte Zvonko Kljajic und stürzte aus drei Metern Höhe. Dabei erlitt er schwerste Kopfverletzungen. Es folgte ein Monat zwischen Leben und Tod auf der Intensivstation des UKH Wien Meidling und danach eine lange Zeit der Reha im RZ Meidling.

Entgegen manchem Rat, sie solle ihren Mann besser in ein Pflegeheim geben, war für Mirjana Kljajic immer klar: Sie möchte ihren Mann zu Hause pflegen. Selbstmitleid war von Anfang an keine Option: „Ich wusste, wenn ich jetzt aufgebe und Selbstmitleid habe, dann sind alle unglücklich – mein Mann, die Kinder und ich. Dann würde unsere Familie nicht mehr existieren“, sagt sie.

AUVA: Ein starker Partner vor, während und NACH einem Unfall

„Es ist wichtig, dass sich unsere Versicherten auf die AUVA verlassen können. Die AUVA unterstützt gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag nach einem Arbeitsunfall Versehrte mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln der medizinischen Versorgung, der medizinischen und sozialen Rehabilitation und Finanzleistungen. Wir bieten jedem Versicherten, unabhängig von Einkommen und sozialem Status, ein ganzheitliches Leistungsangebot“, erklärt Silvan.

„Frau Kljajic ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass ein schwerer Schicksalsschlag nicht das Ende, sondern der Beginn von etwas Neuem bedeuten kann. Es zeigt sich, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Versicherten und Versicherung ist. Nach Unfallheilbehandlung und Rehabilitation bestimmt vor allem auch die Qualität der Pflege den weiteren Genesungsprozess und die Lebensqualität“, so Bernart.

Neben wegbegleitenden Verwandten und Freunden gratulierten auch zahlreiche Ehrengäste wie Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz, Viktor Hergovich, Bürgermeister von Trausdorf an der Wulka, Josef Stiglitz, Leiter der Abteilung für Arbeits- und Sozialpolitik der WK Burgenland und Renate Peischl, Pflegedirektorin der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H.

Ein zweiter Heiratsantrag als Dankeschön

Obwohl ihr Mann im Wachkoma lag, ist Mirjana stets optimistisch geblieben, hat ihn nie aufgegeben. Durch die Willensstärke seiner Frau hat sich Zvonko Kljajic Stück für Stück wieder ins Leben zurückgekämpft. Heute sitzt er im Rollstuhl, kann wieder sprechen, essen und trinken. Die Fortschritte ihres Mannes geben ihr die Kraft, weiterzumachen. Mirjana und Zvonko sind seit 28 Jahren verheiratet. Durch den Unfall sind sie noch enger zusammengewachsen. Zvonko hat ihr kürzlich sogar einen neuerlichen Heiratsantrag gemacht.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum Studienabschluss. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten rund 150.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie rund 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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