Frauenberger und Wehsely: Solidarität mit HIV-Positiven

Red Ribbon Fahne wurde als sichtbares Zeichen am Rathaus angebracht

Wien (OTS) - Der Welt AIDS Tag, der am 1. Dezember begangen wird, wurde 1988 von der WHO eingeführt und soll die Sensibilität gegenüber HIV-Positiven erhöhen. Weltweit gilt die rote Schleife als Zeichen der Solidarität mit Erkrankten. Auch am Rathaus wurde zu diesem Anlass die Fahne mit der roten Schleife gehisst. Die für Antidiskriminierung zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger und die Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely zeigen so gemeinsam mit der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen ein Zeichen für alle von HIV und AIDS Betroffenen.

Wiener Einsatz gegen HIV

„Wir verwehren uns vor allem gegen das so genannte „soziale AIDS“. HIV-Erkrankte sollten keine Nachteile erleben oder Vorurteile erfahren. Wichtig ist uns Wien auch die Prävention, nachdem es immer noch Neuinfektionen gibt. Es ist unsere ständige Aufgabe, über Verhütung aufzuklären.“, so Sandra Frauenberger. „Unser Ziel ist es, die Stigmatisierung und Ausgrenzung von AIDS-Kranken zu verhindern. Wir müssen nicht nur die Krankheit selbst, sondern auch die Diskriminierung HIV-infizierter Menschen, bekämpfen", betont Frauenberger.

Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely betonte wie wichtig Prävention und Therapie sind: „HIV und AIDS sind kein Tabuthema mehr. Wien setzt seit jeher auf Prävention und zielgruppenspezifische Aufklärung sowie maßgeschneiderte Betreuungs- und Unterstützungsmaßnahmen, wenn es zu einer Infektion kommt. Therapie bedeutet für uns sich mit dem Menschen als Ganzen auseinander zu setzen. Neben der medizinischen Betreuung fördern wir auch die Selbsthilfegruppen, wo sich Betroffene direkt mit anderen Betroffenen austauschen und einfach einmal darüber reden können“.

Die Stadt Wien macht HIV und AIDS seit vielen Jahren zum Thema, um aufzuklären, vorzubeugen und im Falle einer Infektion auch entsprechende Therapien und Begleitmaßnahmen anbieten zu können. Enttabuisierung und Aufklärung sieht Sonja Wehsely weiter als zentrale Aufgaben im Kampf gegen AIDS: "Im Falle einer HIV-Infektion ist eine frühe Diagnose doppelt wichtig: Die medizinischen Therapien können rasch starten und sind dadurch effizienter. Auch eine unwissentliche Weitergabe des Virus kann verhindert werden. Und auch wenn eine HIV-Infektion mittlerweile eine behandelbare chronische Erkrankung geworden ist, gilt noch immer: Nur Kondome schützen! In seiner sozialen Dimension geht es um die gesellschaftliche Integration von HIV-Infizierten. An uns liegt es, allen Menschen mit einem erhöhten Risiko einen Test zu ermöglichen."

Die Stadt Wien setzt auf Prävention

Der Fonds Soziales Wien (FSW) fördert Projekte und Einrichtungen, die sich mit HIV und AIDS befassen, unter anderem den Verein HIV mobil, der auf Hauskrankenpflege und medizinische Hauskrankenpflege für Menschen mit HIV/AIDS spezialisiert ist, und den Buddy Verein, der über ehrenamtliche MitarbeiterInnen Begleitung anbietet. Die Aidshilfe Wien sorgt für soziale Betreuung und betreibt ein Tages-und Aktivzentrum, das eine jährliche Förderung vom FSW erhält - 2015 waren es 790.000 Euro.

Im stationären Bereich bieten das AKH und das Otto-Wagner-Spital höchste Behandlungsqualität für HIV- und AIDS Kranke. Im AKH, Bereich "4 Süd", befindet sich Österreichs größte Betreuungseinrichtung für HIV- und AIDS-Kranke. Im Jahr 2014 standen 1.348 PatientInnen in der HIV-Ambulanz des AKH Wien unter Betreuung, insgesamt waren 8.797 Patientenkontakte zu verzeichnen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der wissenschaftlichen Forschung, hier werden sowohl klinische Studien durchgeführt als auch Grundlagenforschung betrieben.

Im "ambulatorium suchthilfe Wien" werden kostenlos HIV-Tests durchgeführt, seit August 2012 gibt es einmal in der Woche eine HIV/AIDS-Spezialambulanz. Das Angebot umfasst Beratung, Diagnostik und Behandlung durch HIV-SpezialistInnen. Natürlich ist auch die Substitutionsbehandlung ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der HIV-Übertragungsrate. Das Spritzentauschprogramm, das in Wien seit mehr als 20 Jahren erfolgreich durchgeführt wird, verfolgt das Ziel, Infektionen mit dem HI-Virus, Hepatitis-Viren und anderen Krankheitserregern zu verhindern. Suchtkranke können so in der sozialmedizinischen Einrichtung "jedmayer" ihre gebrauchten Spritzen gegen sterile Sets tauschen.

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Mediensprecherin Büro Stadträtin Sandra Frauenberger
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E-Mail: stefanie.grubich@wien.gv.at
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MMag.a Natascha Strobl
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Büro Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely
Tel.: +43 1 4000 81243
E-Mail: natascha.strobl@wien.gv.at
Homepage: www.sonja-wehsely.at

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