Korun zu EU-Türkei-Gipfel: Ziel ist nachhaltige Versorgung vor Ort

Grüne: Nur Lösungen in Türkei, Libanon und Jordanien verbessern die Flüchtlingslage

Wien (OTS) - „Lasst die Flüchtlinge legal arbeiten, gebt ihnen ein Aufenthaltsrecht und lasst alle Flüchtlingskinder zu Schule gehen. Nur solche Maßnahmen vor Ort werden zur Entspannung der Lage der Flüchtlinge beitragen“, appelliert die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun, angesichts der gestrigen Übereinkunft zwischen EU und der türkischen AKP-Regierung an die Verantwortlichen.
„Bei den gestrigen Verhandlungen zwischen der EU und der Türkei ist es um viel Geld und Visaerleichterungen gegangen. Daher ist es enorm wichtig, dass die versprochenen drei Milliarden Euro direkt bei den Flüchtlingen in der Türkei und sonst nirgends ankommen. Sonst werden sich weiterhin zehntausende Schutzsuchende auf den Weg machen“, meint Korun.

„Selbst der ORF schreibt, ‚EU erkauft sich die Gunst der Türkei‘. Wir achten daher genau darauf, dass das Ergebnis des gestrigen Gipfels nicht Wegsperren und Fernhalten der Schutzsuchenden sein wird“, betont Korun.

„Gleichzeitig ist es notwendig, wie auch die vor kurzem verhafteten, regierungskritischen türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül aus dem Gefängnis appelliert haben, die verheerende Lage der Meinungs- und Medienfreiheit in der Türkei unter der AKP-Regierung bei EU-Gesprächen auf den Tisch zu legen. Europa darf nicht seine Werte verraten, um möglichst viele Flüchtlinge vom Kontinent fernzuhalten. Setzen wir jetzt einen fairen Aufteilungsschlüssel innerhalb der EU um. Nur gemeinsam und solidarisch können wir die Vertriebenen und Flüchtlinge unterbringen und versorgen", sagt Korun.

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