PVÖ-Edlinger: ÖVP-Vorschläge würden Frauen-Arbeitslosigkeit erhöhen und Beitrag zur Altersarmut leisten

Gegen VP-Lopatka Forderung nach vorzeitiger Angleichung des Frauenpensionsalters

Wien (OTS) - Der Wiener Pensionistenverband (PVÖ Wien) spricht sich vehement gegen die jüngst von VP-Klubobmann Lopatka erhobene Forderung nach einer vorzeitigen Angleichung des Frauenpensionsalters an jenes der Männer aus. „Es gibt keinen sachlich stichhaltigen Grund, den bis 2033 festgeschriebenen Kurs zu verlassen und die Angleichung bereits ab 2020 vorzunehmen. Berufstätige Frauen und Pensionistinnen dürfen keine Sündenböcke für Budgetprobleme sein“, stellte der Vizepräsident des PVÖ und Landespräsident des PVÖ Wien, Bundesminister Rudolf Edlinger, fest. ****

Berufstätige Frauen und PensionistInnen keine Sündenböcke für Budgetprobleme

„Mit seiner Forderung hat ‚ÖVP-Scharfmacher‘ Lopatka einmal mehr das Selbstverständnis seiner Partei, die ohnehin sozial Schwächeren zu belasten und die Wohlhabenden und Millionäre vor allem Unbill der Budgetsanierung zu schützen, unterstrichen“, so Edlinger weiter. „Noch immer sind vor allem Frauen doppelt- und dreifach belastet. Es gibt zu wenig altersgerechte Arbeitsplätze - auch für Frauen! Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern u.a. bei den Einkommen bei gleicher Arbeit und damit auch bei den Pensionen ist immer noch nicht umgesetzt. So lange all diese Ungerechtigkeiten bestehen, sind die ÖVP-Vorschläge nach einer vorzeitigen Angleichung des gesetzlichen Pensionsalters kontraproduktiv. Sie würden bei Umsetzung gerade in konjunkturschwächeren Zeiten letztlich nur die Frauenarbeitslosigkeit deutlich erhöhen und damit zur Altersarmut beitragen“, hob Edlinger hervor.

Staatliches Pensionssystem ist sicher

Edlinger erinnerte einmal mehr daran, dass sämtliche wissenschaftlich seriösen, von nicht im offensichtlich parteinahen, neoliberalen Spektrum befindlichen Einrichtungen durchgeführten Untersuchungen die Sicherheit des umlagefinanzierten staatlichen Pensionssystems bestätigen. Auch die Überlegenheit gegenüber kapitalfinanzierten Pensionen ist klar bestätigt. „Die ständige Angstmacherei der sich der neoliberalen Ellbogenpolitik verpflichtend fühlenden Parteien bzw. Gruppierungen wegen der angeblich baldigen Unfinanzierbarkeit der ASVG-Pensionen ist aus der Luft gegriffen. Was auch die laufende Unterschreitung des prognostizierten Zuschussbedarfs aus dem Budget unterstreicht. Allein im heurigen Jahr sind das fast 300 Millionen Euro. Auch die langjährige Vorschau des Zuschussbedarfs im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt sieht keine gravierenden prozentuellen Änderungen“, erklärte Edlinger.

Vorzeitige Pensionierungen im Magistratsbereich vorwiegend bei Schwerarbeit verrichtenden MitarbeiterInnen

Nicht zuletzt wies Edlinger auch die Kritik Lopatkas an der Stadt Wien zurück. „Bezeichnend für die natürlich bewusst artikulierte und der üblichen Vernebelung dienende Lückenhaftigkeit der Ausführungen des ÖVP-Klubobmanns zum vorzeitigen Pensionsantrittsalter beim Wiener Magistrat ist, dass die davon hauptsächlich betroffenen Berufsbilder ganz einfach unter den Tisch gefallen sind“ so Edlinger. Viele davon entsprächen Schwerarbeitskriterien mit oftmals die Gesundheit beeinträchtigenden Folgen, wie u.a. die Tätigkeiten bei der Feuerwehr, als KrankenpflegerInnen, als Kanalarbeiter oder Müllaufleger usw., so Edlinger. „Die ÖVP wäre gut beraten, beim Thema Pensionen endlich Fakten und soziale Hintergründe zu akzeptieren statt allein parteipolitisch motivierte, höchst unsachliche Angstmacherei zu betreiben“, schloss Edlinger. (Schluss)

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