Bundesjugendvertretung: Ablehnung des Mittelfristgutachtens der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung berechtigt

Transparentes Vorgehen und Möglichkeit zur Diskussion wenige Wochen vor Präsentation der Pensionsreform unerlässlich

Wien (OTS) - Bei der Sitzung der Kommission zur langfristigen Pensionssicherung am 27. November wurde das Gutachten, das der Kommission vorgelegt wurde, mehrheitlich abgelehnt.

"Ein absolut verständlicher Schritt! Diese Ablehnung auf parteipolitische Gründe zu reduzieren wäre zu einfach", so Christian Zoll, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung (BJV) und delegierter Jugendvertreter in der Kommission. Nicht nur war die Sitzung so knapp vor Abgabefrist des Mittelfristgutachtens angesetzt worden, dass schlichtweg keine Zeit für die Einarbeitung von Korrekturen nach der Sitzung möglich gewesen wäre. Auch war durch Ungenauigkeiten im Bericht ein Vergleich zu vorherigen Berichten nicht möglich.

"Beispielsweise gab es keine ausreichende Darstellung der Rehabilitationsgeld-BezieherInnen. Diese Zahlen wären aber notwendig gewesen, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, da es immerhin um den Ersatz der Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen geht". Zoll betont, dass die Kommission nicht zu einem reinen Abnickgremium degradiert werden dürfe. "Insbesondere im Vorfeld einer Pensionsreform sollte für Diskussion und kritische Auseinandersetzung mit vorliegenden Berichten genügend Zeit eingeräumt werden. Dafür hat sich der Vorsitz der Kommission verantwortlich zu zeigen."

Auch inhaltlich gibt es aus Sicht der BJV keinen Grund zur Freude über das Gutachten. "Wenn der Zuschuss zu den Pensionen aus Bundesmitteln von 2015 bis 2020 um 10% steigen wird, so ist das ein Zeichen für die Politik, zu handeln", meint Zoll abschließend.

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