Christian Ragger: Unprofessioneller Milliardenpoker um Heta und Kärnten

Immer neue Zahlen erwecken nicht den Eindruck von Seriosität - Sphinx Heta großes Problem

Klagenfurt (OTS) - „Die Art und Weise, wie LH Dr. Peter Kaiser und LhStv Dr. Gabriele Schaunig-Kandut den geplanten Rettungsausstieg aus den Milliardenhaftungen des Landes Kärnten für die Heta vorbereiteten und präsentierten, ist sehr problematisch. Man kann nicht einmal davon reden, dass Kärnten maximal 800 Millionen € erbringen kann und wenige Tage später sind es dann 1,2 Milliarden. So werden wir die Anleihegläubiger nicht überzeugen können“, kritisiert der Obmann der FPÖ Kärnten das Krisenmanagement. Schaunig lege in dieser Causa richtigerweise großen Wert auf Vertraulichkeit, während sie selbst permanent dagegen verstoße. „Besser wäre es gewesen, einmal eine Zahl zu nennen, die dann eine fixe Größe sein muss, die nicht laufend geändert wird. Was werden sich Betroffene denken, wenn sie immer neue Zahlen lesen?"
Für Ragger ist es unverständlich, dass man jetzt dieses komplizierte Rückkaufmodell wähle, das mehrere höchste komplexe Vereinbarungen zwischen Bund und Land, zwischen Rückkauffonds und Hypo-Abbaugesellschaft enthalte, statt den einfachsten Weg zu gehen:
Den Umtausch von Hypo-Anleihen in langfristige Bundesanleihen mit einem entsprechenden Abschlag. „Bund und Land können sich dann immer noch intern vergleichen“. Das größte Problem sieht Ragger in der Sphinx Heta. „Niemand weiß, was in dieser Nachfolgegesellschaft der Hypo Bank passiert, auch der Haftungsträger Kärnten nicht. „Es ist zu befürchten, dass die Gläubiger allein deswegen keinen Schuldenschnitt akzeptieren, weil sie null Einblick in die Lage der Heta haben und noch dazu besteht ja der Verdacht, dass die Heta mit dem Vermögen nicht gerade pfleglich umgeht“, so Ragger. Der Einstieg in dieser für Kärnten so existenziellen Frage konnte jedenfalls nicht unprofessioneller stattfinden“, stellt er abschließend fest.

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