Wetterkapriolen und globale Spekulationen bedrohen heimische Gewürzbranche

Wien (OTS) - Qualität, Sicherheit und Genuss haben oberste Priorität bei Österreichs Gewürzherstellern. Die jüngsten Wetterkapriolen stellen die österreichische Gewürzindustrie vor extreme Herausforderungen:

Die Trockenheit führte nicht nur in Europa zu dramatischen Ernteausfällen bei Kräutern (ua Petersilie, Thymian, Schnittlauch) mit massiven Engpässen in der Versorgung, sondern auch in Indien – dem wichtigsten Gewürzland - waren die Erntemengen für Kurkuma, Chilis, Zwiebel, Saaten und Pfeffer gering. Hinzu kommen Spekulationen mit Rohstoffen in Asien, die auf die Nachfrage und Lagerbestände weltweit gehandelter Gewürze negativ einwirken. Gerade die statistischen Zahlen der vergangenen Monate zeigen auf den Rohstoffmärkten eine stetige Aufwärtsbewegung was Nachfrage- und Preisentwicklung betrifft: Bei Pfeffer ist Vietnam der wichtigste Lieferant mit einem Marktanteil von rund 60 %. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage und ein überhöhtes globales Preisniveau. Eine schlechte Pfefferernte ist aufgrund des Wetters in Indien und Sri Lanka zu befürchten. Wassermangel in Indonesien mindert die Erträge von Muntok Pfeffer weiß und verschlechtert die Qualität. Durch den starken US-Dollar, als Leitwährung für Gewürze, wird die Rohstoffbeschaffung weiter dramatisch verschärft.

Die österreichischen Hersteller von Gewürzen, Gewürzmischungen und Würzzubereitungen kämpfen bereits seit Jahren mit diesen außergewöhnlichen globalen Entwicklungen auf den angespannten Rohstoffmärkten. Die steigende Nachfrage in vielen Anbauländern, die äußerst kritische Versorgungssituation sowie die Nichteinhaltung österreichischer Qualitätsstandards führen zu teils akuten Beschaffungsengpässen.

Der Verband der Gewürzindustrie repräsentiert die namhaften heimischen Gewürzhersteller. Die Unternehmen importieren weltweit Rohgewürze und Kräuter und produzieren Gewürzmischungen und –zubereitungen sowie zahlreiche innovative Produkte zur Geschmackgebung für Endverbraucher und die Hersteller von Lebensmitteln.

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Mag. Marcus Winkler
Obmann des Verbandes der Gewürzindustrie
T: 0662/63 82 151
marcus.winkler@wiberg.eu

Mag. Katharina Koßdorff
Geschäftsführerin des Verbandes der Gewürzindustrie
im Fachverband der Lebensmittelindustrie
T: 01/712 21 21 – 14
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