IBG begrüßt positive Entwicklungen bei den Ergebnissen der EWCS-Umfrage 2015

Weniger Gesundheitsrisiken aber verstärkt Stress am Arbeitsplatz

Wien (OTS) - IBG freut sich über die positiven Entwicklungen der europäischen Arbeitsplätze im aktuellen European Working Condition Survey: Der Arbeitsplatz wird weniger als Gesundheitsrisiko wahrgenommen, allerdings fühlen sich mehr Berufstätige gestresst. Maßnahmen des ArbeitnehmerInnenschutzes scheinen zu greifen, problematisch bleibt aber die Einbindung älterer Berufstätiger.

Am 23.November präsentierte Eurofound die ersten Informationen der 6. Europäischen Erhebung über die Arbeitsbedingungen (EWCS). Dabei wurden mehr als 43.000 ArbeitnehmerInnen in 35 europäischen Ländern befragt. IBG, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement, stützt mit in Österreich erhobenen Daten die Ergebnisse der Umfrage im Bereich Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz und sieht Maßnahmen, die auf Grund des ArbeitnehmerInnenschutzes (ASchG) initiiert wurden, greifen.

Gesundheitsrisiko am Arbeitsplatz gesenkt aber verstärkt Stress

Besonders zu begrüßen ist der Rückgang an Berufstätigen in Europa, die ihre Arbeit als Gesundheitsrisiko erleben. Im Gegensatz zum Jahr 2000 (31 %) sehen heute nur noch 23 % in ihrer Arbeit ein Gesundheitsrisiko. Die österreichischen Werte stagnierten in der ersten Dekade dieses Jahrtausends zwischen 22% - 24%, weshalb die bis dato noch nicht veröffentlichten Ergebnisse der EWCS-Umfrage für Österreich mit Spannung erwartet werden.

Mit den diesbezüglichen EWCS-Ergebnissen korrelieren auch die IBG-Daten, die auf eine 7 prozentige Reduktion der gesundheitlichen Belastungen am Arbeitsplatz für österreichische ArbeitnehmerInnen im Verlauf der letzten 20 Jahre hinweisen. So zeigen die jüngsten Ergebnisse einen Rückgang der Belastungen durch Vibrationen, Lärm, Heben und Tragen sowie ungünstigen Arbeitshaltungen dank betrieblicher Gesundheitsförderungsprojekte. Besonders erfolgreiche Maßnahmen sind hier die Optimierung der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung, eine alternsgerechte Arbeitsplatzrotation und ein integriertes Arbeitsmittelmanagement. Die IBG sieht darin, dass die Maßnahmen des ArbeitnehmerInnenschutzes verstärkt greifen.

Dem gegenüber weisen die zentralen Stressindikatoren des EWCS auf einen weiteren Anstieg der Arbeiten mit hohem Arbeitstempo und Arbeiten unter Termindruck hin. 33% bzw. 36% aller MitarbeiterInnen leiden laut der aktuellen Umfrage unter negativem Stress. Ähnliche Ergebnisse liefern in Österreich durchgeführte Langzeitstudien von IBG: die Anzahl von MitarbeiterInnen, die unter negativem Stress leiden, stieg im Verlauf der letzten 20 Jahren um 25%.

Im Gegensatz zu diesen negativen Trends zeigen sich bei den gesetzlich verpflichtenden Evaluierungen psychischer Belastungen im Rahmen des ASchG Verbesserungen: Durch gezielte Maßnahmen, wie Prozessoptimierung, humanökologisches Führen und optimierender Zusammenarbeit kann eine Stressreduktion für 2/3 der Belegschaft bei sogar wachsender Produktivität erfolgen.

Mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten für ältere ArbeitnehmerInnen

Laut aktueller Diskussionen müssen Berufstätige künftig bis weit über das heutige Pensionsalter hinaus arbeiten. Trotz dieser Entwicklung scheint sich der Arbeitsmarkt noch nicht auf diese neue Situation eingestellt zu haben. Bei den über 50-jährigen zeigen die EWCS-Ergebnisse nach wie vor ein Manko bei den Entwicklungsmöglichkeiten. Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten werden von dieser Altersgruppe am schlechtesten beurteilt.

IBG unterstützt daher umso mehr die Initiative der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSH) „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“, die Unternehmen motiviert ihr Generationenmanagement zu verbessern und besonders erfolgreiche Firmen prämiert.

Bei Projekten in Österreich mit einem Generationenschwerpunkt konnten die ExpertInnen von IBG die Weiterbildungsmöglichkeiten für 50% und die Karrieremöglichkeiten für 60% der über 50-jährigen innerhalb von 2 Jahren verbessern. „Diese Entwicklungen geben uns Hoffnung immer mehr humanökologisch geführte Unternehmen zu begeistern und langfristig den negativen europäischen Trend zumindest in Österreich aufzuhalten.“, sagt IBG Geschäftsführer und Arbeitspsychologe Gerhard Klicka.

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Sabine Litschka
IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH
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