VGT-Anzeige: Tierquälerei handzahmer Damhirsch im Jagdgatter Mensdorff-Pouilly

Ein handaufgezogener Damhirsch, seit 5 Jahren ständig im Jagdgatter in Todesangst versetzt? - VGT warnt: kommendes Wochenende dort wieder Treibjagd mit ausländischen Jagdgästen

Wien (OTS) - Letzte Woche filmte der VGT-Obmann eine Tierschützerin dabei, wie sie einen zahmen Damhirsch im Jagdgatter Bildein von Mensdorff-Pouilly am Kopf kraulte. Als der Film auf Facebook erschien und Mensdorff-Pouilly dazu befragt wurde, hieß es zunächst, es gäbe diesen Hirsch gar nicht. Nun wird eine neue Story aufgetischt: das Tier sei handaufgezogen und sozusagen ein geliebtes Haustier, dem niemand etwas zuleide tun wolle. Es würde seit 5 Jahren in diesem Gatter friedlich leben.

“Lächerlich”, kontert Martin Balluch. “Geliebte Haustiere hält man nicht in Jagdgattern. In diesem Gatter werden ständig großangelegte Treibjagden durchgeführt. Dabei gehen die Treiber durch den gesamten Gatterbereich. Mensdorff-Pouilly besitzt auch Zuchtgatter in der Umgebung, in denen er den Hirsch halten könnte, wenn er ihm nichts zuleide tun will. Ich war mehrere Male in dem Gatter und habe diesen Hirsch davor nicht beobachten können. Dabei ist der umzäunte Bereich sehr klein, in einer halben Stunde hat man alles gesehen. Nein, der Hirsch muss erst kürzlich dorthin gebracht worden sein, vermutlich um den für das kommende Wochenende angekündigten Jagdgästen eine Trophäe zu liefern.”

Der VGT erstattete heute Anzeige wegen Tierquälerei. Sollten Mensdorff-Pouillys Angaben stimmen, dann wäre dieser Hirsch seit 5 Jahren ständig der Todesangst von Treibjagden ausgesetzt gewesen, ohne bejagt zu werden. Das sind unnötige Qualen, wie sie das Strafgesetzbuch verbietet.

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