Budget – Stronach/Weigerstorfer: Finanzierbarkeit der Gesundheitsversorgung ist derzeit nicht mehr sicherzustellen

Auch Nachbesserungen im Budget für Tierschutz gefordert

Wien (OTS) - „Die langfristige Finanzierbarkeit unserer Gesundheitsversorgung ist derzeit nachhaltig nicht mehr sicherzustellen. Aufgrund verschiedener Kompetenzen zwischen Bund und Ländern und verschiedener Finanziers haben wir inzwischen Parallelstrukturen, Über- und Unterversorgungen, teilweise Barrieren an den Schnittstellen, intransparente Finanzierungsströme und massive Effizienzverluste“, kritisierte Team Stronach Gesundheitssprecherin Ulla Weigerstorfer in ihrem Debattenbeitrag. Die weiterhin zersplitterte Zuständigkeit über neun Bundesländer mache eine Konsolidierung praktisch unmöglich - „wann kommt endlich eine Gesundheitsreform, die ihren Namen auch verdient?“, so Weigerstorfer.

Im Bereich der Prävention hinkt Österreich nach wie vor klar hinterher, mahnte die Team Stronach Gesundheitssprecherin. So wird laut aktuellem OECD-Vergleich bei uns beispielsweise wenig geimpft. „Gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sind nur 83 Prozent der Einjährigen immunisiert; ein Wert, der nur von Indien und Südafrika unterboten wird“, mahnte Weigerstorfer. Auf der anderen Seite hat Österreich - mit 266 Spitalsentlassungen pro 1.000 Einwohner - nach wie vor die höchste Krankenhausaufnahmerate in Europa. Die Zahl der Krankenhausbetten liegt um 60 Prozent über dem OECD-Schnitt.

Anhand der aktuellen Debatte um die Ärztearbeitszeit und die nicht mehr ausreichend vorhandene Versorgung durch Notärzte könne man sehen, dass der Konsolidierungskurs der Krankenversicherungsträger nur ungenügend fortgesetzt wird. „Aber gerade hier ist für die Menschen, die nicht in den Ballungsräumen leben, eine wohnortnahe qualitätsgesicherte Primärversorgung lebensnotwendig und das ist nur über die allgemeinmedizinische Versorgung - durch Hausärzte -möglich!“, mahnte Weigerstorfer.

Nachbesserungsbedarf bestünde auch im Bereich Tierschutz, so die Team Stronach Mandatarin. War im letzten Budgetvoranschlag - mit „Tierschutz macht Schule“ und einer Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien - noch 1 Million Euro beanschlagt, sind es für 2016 lediglich 819.000 Euro. „Das ist im Vergleich zur Tendenz des Gesamtbudgets, wo konstant mehr ausgegeben wird, nicht die Tendenz, wie ich sie mir ausgerechnet für den Tierschutz vorstelle!“, so Weigerstorfer.

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