GOED-BMHS: Kaffeesudlesen bringt genauere Ergebnisse

OECD-Studie liefert widersprüchliche Daten

Wien (OTS) - Österreich gibt mit 3,1 Prozent des BIP deutlich weniger aus als die meisten OECD-Staaten (OECD Schnitt: 3,7 %). Zugleich sollen die Kosten je Schüler, je Lehrer deutlich über dem OECD-Schnitt liegen. Zudem vermeint man in Österreich kleinere Klassen und weniger Schüler je Lehrer als im internationalen Vergleich zu orten. Somit sind wir wohl das Bildungswunderland, das sich mit den geringsten Kosten die kleinsten Klassen und die teuersten Lehrer leisten kann. Würden jedoch Österreichs Schulen mit dem OECD-Schnitt von 3,7 % des BIP finanziert, wäre ähnliches denkbar, denn dann würde das Bildungsbudget gerundet 2 Milliarden Euro mehr betragen.

Die OECD weiß von gewaltigen 13.806 Euro Kosten pro Schüler der Sekundarschulen für 2012 zu berichten. Jedoch die Statistik Austria veröffentlichte bereits die Beträge, die im Jahr 2013 pro Kopf aufgewendet wurden. Die Kosten eines HTL-Schülers betrugen demnach 2013 10.279 Euro. Jene eines Schülers an einer HAK 9.501 Euro. In einen AHS-Schüler investierte die Republik 2013 jährlich 8.906 Euro, in einen Hauptschüler (NMS) 10.762 Euro, wobei die Kosten für die Zweitlehrer großteils den Oberstufen des BMH-Schulwesens zugeordnet wurden.

Mit der möglichen Erklärung „kaufkraftbereinigt“ kann der interessierte Bürger wenig anfangen wenn er nur weiß, was er mit einem Euro in Österreich jedoch nicht in Estland, Ungarn, Polen, Rumänien usw. kaufen kann.

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