AKS: OECD-Studie zeigt einmal mehr Handlungsbedarf auffehlende soziale Mobilität auf

Aktion kritischer Schüler_innen sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert flächendeckende Gesamtschule

Wien (OTS) - Die OECD-Studie Bildung auf einen Blick 2015 zeigt, dass Österreich immer noch Aufholbedarf bei Bildungsaufstiegen hat. Die AKS beklagt, dass im Vergleich zum internationalen Durchschnitt (32%) nur 21% der 25- bis 34-Jährigen, die sich nicht mehr in Ausbildung befinden, einen höheren Schulabschluss aufweisen können als ihre Eltern. „Das österreichische Bildungssystem funktioniert scheinbar noch immer unter dem Motto ‚Zeig mir deine Eltern und ich sag dir deine Bildung’. Die Vererbung von Bildung ist kein neues Phänomen, sondern wird seit Jahrzehnten einfach ignoriert“, meint Christina Götschhofer, Bundesvorsitzende der AKS.

Die AKS appelliert an die Regierung, endlich Maßnahmen für ein gerechteres Schulsystem umzusetzen. So müssen versteckte Schulkosten minimiert und ganztägige Betreuungsangebote zur Normalität werden. „Bildung ist Aufgabe der Schule. Sie darf nicht Kosten und Verantwortung auf die Eltern schieben, indem automatisch davon ausgegangen wird, dass diese ihren Kindern beim Lernen helfen oder ihnen die Nachhilfe zahlen können“, fordert Götschhofer. Auch hier zeigt ein Blick auf die OECD-Studie nämlich, dass das Lesevermögen der Österreicher_innen überdurchschnittlich vom Elternhaus abhängig ist.

Die OECD-Studie zeigt für die AKS einmal mehr, dass die Einführung der Gesamtschule längst überfällig ist. „Wir brauchen keine Differenzierung mit zehn Jahren, wir brauchen eine Schule, in der auf die individuellen Stärken und Schwächen aller Schüler_innen eingegangen wird. Statt weniger Privilegierter müssen alle die Möglichkeit auf die bestmögliche Bildung haben“, fordert Götschhofer abschließend.

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