"Wir verstehen das Gesetz als Aufforderung!"

Ministerrat beschließt das lang ersehnte Gemeinnützigkeitsgesetz. Jetzt ist die Zivilgesellschaft am Zug.

Wien (OTS) - Der Verband für gemeinnütziges Stiften begrüßt das neue Gesetz, das gemeinnütziges Stiften und damit zivilgesellschaftliches Engagement wohlhabender Bürgerinnen und Bürger fördert. Aus der Verantwortung kann sich der Staat mit dieser Einladung zur Gestaltung und Finanzierung gemeinnütziger Bereiche dennoch nicht ziehen. Die Bereitstellung der Grundlagen für eine gesunde Gesellschaft und Wirtschaft wird nach wie vor die Aufgabe des Souveräns bleiben.

Das Gemeinnützigkeitspaket ermöglicht nun aber eine intensive Beteiligung der Gesellschaft an der Gestaltung aller Lebensbereiche. Es wird zunehmend in der Verantwortung der Gesellschaft und ihrer Individuen und Organisationen liegen, Alternativen und Innovationen zu den Herausforderungen zu entwickeln, die sich unserer Gesellschaft stellen.
Vor dem Hintergrund des neuen Gesetzes dürfen sich Stifterinnen und Stifter durchaus gefordert fühlen, ihren Beitrag zu leisten. „Die österreichische Szene hat darauf gewartet, aktiv werden zu können“, meint Petra Navara, Geschäftsführerin des Verbands für gemeinnütziges Stiften. „Ich bin überzeugt, dass wir in fünf Jahren, wenn der Gesetzgeber die Auswirkungen des Gemeinnützigkeitsgesetzes evaluiert, respektable Ergebnisse vorweisen können.“

Der Verband rechnet nicht nur mit Neugründungen gemeinnütziger Stiftungen, sondern vor allem mit der Zunahme an Zustiftungen und Kooperationen im Dritten Sektor. „Sie werden den Entgang an Steuermitteln mit einem Mehrfachen an Investitionen wettmachen und neue Arbeitsplätze schaffen“, kündigt Navara an. „Wir verstehen das Gesetz also nicht nur als freundliche Einladung, sondern durchaus auch als Auftrag, den wir verantwortungsbewusst wahrnehmen wollen.“

Über den Verband für gemeinnütziges Stiften

Der Verband für gemeinnütziges Stiften wurde 2014 als Interessensvertretung für das gemeinnützige Stiftungswesen in Österreich gegründet. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften und das Sichtbarmachen des positiven Wirkens gemeinnütziger Stiftungen für die Gesellschaft stehen im Zentrum seiner Tätigkeit. Er hat demnächst 100 Mitglieder, die sich in unterschiedlicher Form gemeinnützig engagieren. Ihnen bietet der Verband die Möglichkeit des Austauschs und Lernens und einen geschützten Rahmen neue Modelle gemeinnützigen Engagements zu entwickeln.

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Verband für gemeinnütziges Stiften
Maga. Petra Navara, Geschäftsführung
M: 0664/544 1090 E: office@stiftungsbund.at

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