Industrie: Weitere strukturelle Reformschritte im Pensionssystem unverzichtbar

IV-GS Neumayer: Pensionsaufwand steigt weiter deutlich – Warnungen internationaler Institutionen ernst nehmen – Österreichische Seniorendefinition nicht mehr zeitgemäß

Wien (OTS) - „Alle vorliegenden Daten belegen, dass der Pensionsaufwand in Österreich aktuell und in den nächsten Jahren deutlich ansteigt. Es ist an der Zeit, die Warnungen auch seitens internationaler Institutionen wie EU und OECD ernst zu nehmen und weitere strukturelle Reformschritte im Pensionssystem zu setzen“, hielt Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute, Dienstag, zur aktuellen Pensionsdebatte fest. So habe etwa die EU-Kommission in den länderspezifischen Empfehlungen Österreich zuletzt erneut aufgefordert, die langfristige Tragfähigkeit des Pensionssystems sicherzustellen und zu diesem Zweck u. a. das gesetzliche Pensionsalter für Frauen und Männer früher anzupassen sowie das gesetzliche Pensionsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. „Wir erwarten uns von der Bundesregierung, dass bei der für den 29. Februar 2016 angekündigten Pensionsreform eindeutige Reformschritte gesetzt werden. Ohne permanente Anpassung an die steigende Lebenserwartung wird es nicht gehen“, betonte Neumayer.

Die wirklichen Herausforderungen lägen seit Jahren auf der Hand. „Wir müssen dort ansetzen wo das Problem liegt – im Pensionssystem selbst! Alles andere ist unfair allen jüngeren und kommenden Generationen gegenüber. Populismus hilft weder den Menschen in diesem Land, noch dabei, unsere exzessiven Pensionskosten einzudämmen“, so Neumayer, der abschließend klarstellte: „Es ist auch nicht mehr zeitgemäß, dass das Bundes-Seniorengesetz – ungeachtet verschiedener Pensionsreformen – weiterhin pauschal Frauen ab 55 und Männer ab 60 als Senioren qualifiziert.“

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