AK Aschauer kritisiert intransparente Ausbildungsverträge an Fachhochschulen und Privatunis

Arbeitstagung über Ausbildungsverträge, Studien- und Prüfungsordnungen: AK fordert Transparenz und einheitliche Standards

Wien (OTS) - Jede Fachhochschule und jede Privatuni hat ihre eigenen Ausbildungsverträge und eigene Studien- und Prüfungsordnungen: „Für Studierende muss hier mehr Durchblick geschaffen werden“, sagte heute Melitta Aschauer, Bereichsleiterin Bildung in der AK Wien, auf einer Arbeitstagung zum Thema in der AK Wien. Die Arbeiterkammer verlangt einheitliche studienrechtliche Mindeststandards an Fachhochschulen und Privatuniversitäten. Außerdem soll vorgeschrieben werden, dass die Ausbildungsverträge öffentlich einsehbar sind.

Das Verhältnis zwischen Studierenden und Hochschule ist an den Fachhochschulen und Privatunis privatrechtlich geregelt. Die 45.000 FachhochschülerInnen und die 10.000 StudentInnen an Privatuniversitäten haben deshalb schlechte Karten, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen und die Hochschule oder Uni nicht einlenkt. Das schlägt sich auch in der Arbeit der Ombudsstelle für Studierende im Wissenschaftsministerium nieder, berichtete deren Leiter Josef Leidenfrost auf der Arbeitstagung.

In der Betreuungsarbeit der Ombudsstelle ging und geht es bei Anliegen von Studierenden an Fachhochschulen und Privatuniversitäten auch immer wieder um die Frage studienrechtlicher Mindeststandards und unterschiedliche Auslegungs- oder Analogieregelungen. Derzeit wird versucht, eine möglichst flächendeckende Bestandaufnahme dazu durchzuführen.

In der AK-Beratungspraxis zeigt sich: Schon für StudienwerberInnen gibt es wenig Transparenz an den Fachhochschulen und den Privatuniversitäten. Die Ausbildungsverträge werden nur in Einzelfällen auf den Websites der Fachhochschulen öffentlich zugänglich gemacht. Das ist im Fachhochschul-Studiengesetz auch nicht vorgeschrieben. Auch die Studien- und Prüfungsordnungen sind entweder nur für bereits Studierende zugänglich oder schwer auffindbar.

Die Arbeiterkammer fordert mehr Transparenz: Ausbildungsverträge, Studien- und Prüfungsverordnungen müssen öffentlich einsehbar gemacht werden. Zusätzlich müssen für die Rechte der Studierenden an Fachhochschulen und Privatuniversitäten gesetzlich klar geregelte einheitliche Mindeststandards gelten.

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