ÖGB-Anderl: Positive Veränderungen für Teilzeitbeschäftigte und Eltern

Langjährige ÖGB-Forderungen vor Umsetzung

Wien (OTS) - „Wer in Teilzeit arbeitet, verliert doppelt: Erstens schmälert eine Teilzeitbeschäftigung die Pension und führt in späterer Folge zu Altersarmut, von der besonders Frauen betroffen sind. Zweitens hat eine Vielzahl von Teilzeitbeschäftigten keine andere Möglichkeit, weil Vollzeitarbeitsplätze nicht angeboten werden, und somit auch kaum Aufstiegschancen. Die Informationspflicht für Teilzeitbeschäftigte, die die ÖGB-Frauen jahrelang gefordert haben, ist ein positiver Schritt, um die Situation der Teilzeitbeschäftigten am Arbeitsmarkt zu verbessern“, kommentiert Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, die heute im Ministerrat eingebrachte Novelle des Arbeitsvertragsrechtsänderungsgesetzes.

Plant nun ein Unternehmen eine Stelle mit höherem Arbeitszeitausmaß auszuschreiben, so muss es diese Stelle auch seinen Teilzeitbeschäftigten anbieten. Das ermöglicht den ArbeitnehmerInnen, innerhalb des Betriebes auf Vollzeit oder auf ein höheres Stundenausmaß aufzustocken.

Mehr Gerechtigkeit für Eltern

Auch über die Sozialrechtsnovelle, die heute in Begutachtung geschickt wurde, ist die ÖGB-Vizepräsidentin erfreut. Eine langjährige Forderung der ÖGB-Frauen wird umgesetzt: Bisher hatten nur Pflegeeltern mit Adoptionsabsicht einen Karenzanspruch. Nun sollen auch jene ohne Adoptionsabsicht einen bekommen. „Die Novelle stellt auch klar, dass auch bei weniger als 15 Versicherungsjahren pro Kind vier Jahre für die Pension angerechnet werden. Die längst überfällige Maßnahme gewährleistet, dass Frauen eine angemessene Pension erhalten. Außerdem ist das ein wesentlicher Schritt zur Schließung der Einkommensschere“, so Anderl abschließend.

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