Kaske zu OECD-Bildungsvergleich: „Aufstieg durch Bildung bleibt unverändert schwierig“

Umstellung der Statistik ändert nichts an niedrigem Anteil der AbsolventInnen von Hochschul-Studien

Wien (OTS) - „Wir dürfen uns nicht täuschen lassen“, sagt AK Präsident Rudi Kaske zum anscheinend explosionsartigen Anstieg des Anteils der AkademikerInnen an der Bevölkerung in Österreich, der sich auf den ersten Blick aus dem heute veröffentlichten OECD-Bildungsvergleich ergibt. Ohne berufsbildende Schulen liegt der Anteil der AbsolventInnen von Hochschul-Studien nach wie vor um mehr als ein Drittel unter den Schnitt der OECD-Länder. Nach wie vor schließen hauptsächlich Kinder von AkademikerInnen ein Hochschulstudium ab. Bei den Chancen auf Aufstieg durch Bildung, der so genannten Aufwärtsmobilität, reiht die OECD Österreich ganz weit hinten. „Wir müssen bei der Bildung alle mitnehmen“, sagt Kaske.

Kaske fordert zusätzlich zum jüngsten Bildungskompromiss der Bundesregierung eine gesamtnationale Bildungsstrategie: „Alle brauchen ihre Chance auf bestmögliche Bildung. Vor allem muss Schluss sein damit, dass Bildung vererbt wird.“

In der gesamtnationalen Bildungsstrategie müssen weitere Schritte enthalten sein, damit kein Talent auf dem Weg zur bestmöglichen Bildung und Ausbildung verloren geht. Es sei ein Erfolg, dass jetzt das zweite Gratis-Kindergartenjahr kommen soll.

Als nächster Schritt ist dem AK Präsidenten eine soziale Schulfinanzierung wichtig: Die Schulen sollen umso mehr Mittel bekommen, je mehr SchülerInnen sie haben, denen die Eltern selbst nicht beim Lernen helfen können.

Bei den geplanten Modellregionen für die gemeinsame Schule bis 14 müsse es möglich gemacht werden, dass ganze Bundesländer Modellregionen sein können, damit die Nachteile der frühen Aufteilung auf verschiedene Schultypen nach der Volksschule ausgeglichen werden können.

Außerdem will Kaske mehr echte, verschränkte Ganztagsschulen, in denen Unterricht, Üben, Freizeit und Sport über den ganzen Tag verteilt sind: „Das bringt nachweislich besseren Schulerfolg und ist wie alle anderen Verbesserungen im Bildungssystem ein Fundament dafür, dass letztlich mehr junge Leute einen guten Bildungsabschluss machen können.“

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