• 24.11.2015, 12:27:39
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ÖVP-Frauen entsetzt über Aussagen des oö. Vorsitzenden der islamischen Religionsgemeinschaft und Religionslehrers Murat Baser

Weibliche ÖVP-Abgeordnete: "Gewalt an Frauen ist eine Straftat" – Werteschulung empfohlen!

Utl.: Weibliche ÖVP-Abgeordnete: "Gewalt an Frauen ist eine
Straftat" – Werteschulung empfohlen! =

Wien (OTS) - "Entsetzt" sind die ÖVP-Frauen über frauenfeindliche
Aussagen des Vorsitzenden der islamischen Religionsgemeinde in
Oberösterreich und islamischen Religionslehrers Murat Baser in der
heutigen Ausgabe des "Neuen Volksblatt". "Diese Aussagen sind ein
Schlag ins Gesicht der Gleichberechtigung und eine Verharmlosung von
Gewalt an Frauen", so die weiblichen ÖVP-Abgeordneten Gertrude
Aubauer, Martina Diesner-Wais, Claudia Durchschlag, Maria Fekter,
Angela Fichtinger, Eva Maria Himmelbauer, Brigitte Jank, Beatrix
Karl, Kathrin Nachbaur, Elisabeth Pfurtscheller, Dorothea
Schittenhelm, Michaela Steinacker, Gabriele Tamandl und Angelika
Winzig am Rande der heutigen Plenarsitzung des Nationalrats.

Die Frauensprecherin der ÖVP, Abg. Dorothea Schittenhelm: "Die
Aussagen von Murat Baser sind in ihrer Grundbotschaft
frauenfeindlich, negieren die Gleichberechtigung von Frauen und
Männern in Österreich und versuchen, Gewalt gegen Frauen zu erklären.
Das ist gerade angesichts des morgigen internationalen Tages gegen
Gewalt an Frauen alarmierend, inakzeptabel und zutiefst abzulehnen."
In diesem Zusammenhang empfiehlt Schittenhelm Murat Baser, "eine
Werteschulung zu besuchen, wie sie Integrationsminister Sebastian
Kurz vorschlägt."

Als Pädagoge an einer österreichischen Schule habe Murat Baser die
österreichische Verfassung genauso wie alle anderen Rechte und
Pflichten einzuhalten und diese seinen Schülerinnen und Schülern auch
so weiterzugeben. "Gewalt an Frauen ist eine eindeutige Straftat. Das
muss dezidiert unterstrichen und darf nicht verharmlost werden",
betonen die ÖVP-Frauen und erinnern an ein Zitat von Sir Karl Popper:
"Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten
ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante
Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu
verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die
Toleranz mit Ihnen..." "So weit darf es nicht kommen", sagen die
weiblichen ÖVP-Abgeordneten.

In dem Interview (Neues Volksblatt, 24. November 2015, S. 6 und 7)
sagt Murat Baser unter anderem: "Im Islam ist der Mann verantwortlich
für die Unterkunft, er muss arbeiten für seine Frau und seine Kinder,
also Geld herholen, Arbeit finden und versorgen. Gleichberechtigung
gibt es sowieso, keine Frage – aber jemand muss dann letztendlich
entscheiden. Wenn eine Firma gegründet wird, dann hat irgendwer 51
Prozent, also niemals 50:50. Und in der Familie ist es genau
dasselbe." Und weiter: "...laut Koran ist der Mann verantwortlich
für die Unterkunft. Der Mann ist Hauptverantwortlicher sozusagen. Es
wird immer wieder kritisiert, wieso hat Gott keine einzige Frau als
Prophet geschickt. Ganz logisch: Physisch und psychisch sind die
Frauen eben schwach, und sie werden schwanger, und wenn sie allein
sind, brauchen sie Schutz, sind in Gefahr." Schließlich sagt Murat
Baser: "Es gibt keine einzige Überlieferung, wo der Prophet eine Frau
geschlagen hat. Wenn wir diesen Vers (Sure 4, Vers 33, Anmerkung d.
Redaktion) wörtlich nehmen, muss man betonen, dass der arabische
Begriff 'schlagen' auch andere Bedeutungen haben kann. Viele Stellen
im Koran fordern eine gute Behandlung der Frau. Es gibt auch Studien
in Österreich, dass Männer ihre Frauen unterdrücken und schlagen."
(Schluss)

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