„Weltjournal“ und „WELTjournal +“ im Zeichen des Klimawandels

Anlässlich der UN-Klimakonferenz am 25. November ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Wetterkapriolen, Überschwemmungen, Dürrekatastrophen, Missernten, Hungersnöte – die fortschreitende Klimaerwärmung hat dramatische Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und unsere Gesellschaft. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an die UN-Klimakonferenz, die Ende November unter stärksten Sicherheitsvorkehrungen in Paris beginnt. Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 190 Staaten beraten über globale Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen, um die Erderwärmung unter der magischen Zwei-Grad-Grenze zu halten. Das „Weltjournal“ – präsentiert von Cornelia Vospernik – zeigt dazu am Mittwoch, dem 25. November 2015, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Klimawandel – Die dramatischen Folgen“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Das Bio-Dilemma – Europa auf dem Holzweg“.

Anlässlich der UN-Klimakonferenz macht heute, Dienstag, den 24. November, in „kreuz und quer“ Ulrich Eichelmanns Dokumentation „Die Akte Klima“ (23.40 Uhr, ORF 2) deutlich, wie Megaprojekte im Namen des Klimaschutzes den Lebensraum von Mensch und Tier vernichten. Am Dienstag, dem 1. Dezember, zeigt ORF 2 um 20.15 Uhr Waltraud Paschingers mehrfach ausgezeichnete „Universum“-Dokumentation „5 Grad plus“. Aktuelle Berichterstattung in TV, Radio und Internet sowie Beiträge in den ORF-Magazinen „heute konkret“, „Report“, „Eco“ und „Orientierung“ ergänzen das Programm.

Weltjournal: „Klimawandel – Die dramatischen Folgen“

Das „Weltjournal“ zeigt die dramatischen Auswirkungen der Klimaerwärmung von westlichen Industriestädten bis in die ländlichen Gegenden Südostasiens und vom Himalaya über tropische Regenwälder bis in die Polargebiete. Zu Wort kommen Wissenschafter aus aller Welt, deren Forschungsdaten und Vorschläge zu Gegenmaßnahmen als Entscheidungsgrundlage für die Konferenz in Paris dienen. Der Zustand des Klimasystems und das Tempo der Veränderungen, das sie in ihren Forschungen beschreiben, legen den Schluss nahe, dass wir vor einer entscheidenden Weichenstellung über die Zukunft unseres Planeten stehen.

WELTjournal +: „Das Bio-Dilemma – Europa auf dem Holzweg“

Um den Klimawandel und die Erderwärmung zu stoppen, setzt die EU auf den Ausbau erneuerbarer Energien – mit unerwarteten Konsequenzen. Seit europäische Stromproduzenten auf CO2-neutrale Energie aus Biomasse umsteigen, hat Holz in Form von Pellets oder Hackschnitzel als Brennstoff zur Energiegewinnung einen Siegeszug angetreten. Doch für Pellets, die früher aus Holzabfällen gewonnen wurden, werden jetzt ganze Wälder abgeholzt. „WELTjournal +“-Reporterin Burgit Bock geht der Frage nach, ob der EU-weit propagierte Umstieg auf Biomasse aus Holz die Grenzen der Nachhaltigkeit überschritten hat. In der Slowakei etwa beklagen Umweltschützer, dass bis hinein in Nationalparks geschlägert wird. In Europas größtem Kohlekraftwerk in Nordengland wurden drei Blöcke mit staatlichen Förderungen in Millionenhöhe auf Pelletsbetrieb umgestellt. Der enorme Pellets-Verbrauch in Großbritannien führt zur Abholzung ganzer Wälder im Südosten der USA. In Russland beginnt Holz zur Energiegewinnung gerade ein Thema zu werden: Im Pelletswerk Vyborg werden allein 900.000 Tonnen für den Export in die EU produziert. „Wenn wir Holz auch in Zukunft als Rohstoffquelle für die energetische Nutzung verwenden wollen, müssen wir nach Alternativen suchen“, sagt Rainer Schlepphorst von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in Deutschland. Eine solche Alternative könnten sogenannte „Kurzumtriebsplantagen“ sein, auf denen schnell wachsende Baumarten angepflanzt werden, eigens für die Erzeugung von Holz-Biomasse.

Beide Sendungen sind auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

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