Karlheinz Töchterle: Gezielte Anreize für verstärkte private Finanzierung in Wissenschaft und Forschung

Heute im Ministerrat beschlossenes Gemeinnützigkeitspaket ist Antwort auf in OECD-Studie bemängelter privater Finanzierung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die heute präsentierte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ dokumentiert einmal mehr, dass in Österreich im Vergleich zum finanziellen Engagement der öffentlichen Hand von privater Seite relativ geringe Mittel für Wissenschaft und Forschung zur Verfügung stehen: Nur 4,7 Prozent der Finanzmittel im Tertiärbereich stammen aus privaten Quellen, im OECD-Schnitt sind es 30 Prozent und im EU21-Mittel 21,9 Prozent. „Das im heutigen Ministerrat beschlossene Gemeinnützigkeitspaket setzt hier eine wichtige Gegenmaßnahme, werden damit doch gezielte Anreize zur verstärkten privaten Finanzierung gesetzt“, so ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher Dr. Karlheinz Töchterle. Klarerweise entbinde dies die öffentliche Hand nicht von ihrer Finanzierungsverantwortung, das sei aber ohnedies nicht der Fall, verweist Töchterle auf das derzeit diskutierte Budget für 2016, das steigende Mittel für Wissenschaft und Forschung vorsieht. „Wir müssen das eine tun und dürfen das andere nicht lassen“, so Töchterle.

Das heute im Ministerrat beschlossene Gemeinnützigkeitspaket beinhaltet unter anderem ein neues Stiftungsrecht, mit dem das Gründen einer gemeinnützigen Stiftung künftig wesentlich erleichtert werden soll. „Das bringt die Chance, die Forschungsinvestitionen durch den gemeinnützigen Sektor erheblich zu steigern“, so der ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher zum neuen Gesetz, das u.a. für Wissenschaft und tertiäre Bildung sowie Forschung gilt. „Damit wird der heimische Forschungsstandort gestärkt und auch international wettbewerbsfähiger“, betont Töchterle. Derzeit werden in Österreich jährlich bis zu 25 Millionen Euro durch gemeinnützige Stiftungen ausgeschüttet, in der Schweiz sind es 1,3 Milliarden und in Deutschland 15 Milliarden. „Es gibt also definitiv Potential nach oben, das mit den nun zu setzenden Schritten gezielt gehoben werden soll.“

Betreffend Akademikerquote begrüßt Töchterle, dass die OECD erstmals hochqualifizierte Berufsausbildung in den tertiären Sektor einrechnet und Österreich damit hier einen Platz einnimmt, der ihm zukommt, nämlich zu den Ländern mit besonders vielen qualitativ hochwertigen Bildungsabschlüssen zu zählen. Die Beschäftigungszahlen zeigen darüber hinaus erneut, dass Absolventen mit derartigen Abschlüssen ein sehr geringes Risiko haben, arbeitslos zu werden.
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