Willi: Regierung muss Arbeitsverweigerung beim Abgasskandal beenden

VW, Audi, Porsche, Opel, Renault - wann handeln Stöger und Co endlich?

Wien (OTS) - "Der Diesel-Abgasskandal breitet sich im VW-Konzern täglich weiter aus. Zudem wird aktuell aus Deutschland bekannt, dass nach einem Opel-Modell nun auch bei einer von NGO-Seite beauftragten Prüfung eines Renault-Dieselmodells in einem renommierten Schweizer Labor sehr auffälliges Verhalten und bis zu 25-fach überschrittene Werte beim Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxide festgestellt wurden", berichtet der Grüne Verkehrssprecher Georg Willi.

"Die Arbeitsverweigerung von Verkehrsminister Stöger, die in den letzten Wochen sogar bis zur gesetzwidrigen Verweigerung von Auskünften an das Parlament führte, wird damit immer unhaltbarer. Der Abgasskandal ist im Interesse der Gesundheit der österreichischen Bevökerung dringendst auch hierzulande unabhängig zu untersuchen und aufzuklären. An behördlichen Nachtests führt kein Weg vorbei", fordert Willi. "Auch in Deutschland, wo viele der in Österreich fahrenden Pkw typisiert werden, kommt die Aufklärung auf Betreiben der Autolobby nur im Schneckentempo voran, und die Konzerne geben nur zu, was ihnen nachgewiesen wird. Umso mehr ist Stögers Strategie, weiterhin nur abzuwarten, zum Scheitern verurteilt."

Der Grüne warnt Minister Stöger davor, in der Autobranche immer noch auf selbstreinigende Kräfte und auf Rücksichtnahme auf Gesundheit, Umwelt und Klima zu setzen. "Wer das tut, ist verraten und verkauft. Dem nackten Profitstreben samt Abgasbetrug und rücksichtsloser Gesundheitsgefährdung muss endlich wirksam entgegengetreten werden, sonst muss sich die Regierung und namentlich Bundesminister Stöger, aber auch der zum Abgasskandal bisher nur heiße Luft absondernde Umweltminister Rupprechter fragen lassen, ob sie noch auf der richtigen Seite stehen", sagt Willi.

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