ÖGB und EGB sagen Nein zu Gewalt an Frauen

Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ startet morgen

Wien (OTS) - „Besonders wichtig ist es, Gewalt an Frauen zu erkennen, zu benennen und dagegen vorzugehen. Dabei dürfen wir nichts verharmlosen und tabuisieren. Das gilt in allen Bereichen des Lebens, vor allem auch am Arbeitsmarkt“, sagt Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende, anlässlich der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, die von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Morgen, am 25. November, werden die ÖGB-Frauen die offizielle Fahne der Kampagne hissen.

Gewalt an Frauen tritt in unterschiedlichen Formen auf: Sie kann auf physischer, sexueller, psychischer, ökonomischer oder sozialer Ebene ausgeübt werden. Durch den steigenden Wettbewerbsdruck, knappe Personalressourcen und Angst um den Arbeitsplatz nehmen Gewalt und Diskriminierung am Arbeitsplatz immer mehr zu. „Viele Arbeitnehmerinnen sind Mobbing, sexueller Belästigung und körperlichen Attacken ausgesetzt. BelegschaftsvertreterInnen leisten dabei wertvolle Aufklärungsarbeit. Bewusstseinsbildung und Prävention sind jedoch auf allen Ebenen notwendig. Es ist daher auch die Pflicht von Arbeitgebern, dafür zu sorgen, dass jede Form von Gewalt im Betrieb verhindert wird“, betont Anderl.

Weltweites Problem

Gewalt an Frauen ist ein weltweites Phänomen: Rund die Hälfte der Frauen aus den EU-Ländern ist mit unerwünschten sexuellen Annäherungen, Körperkontakt oder anderen Formen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz konfrontiert. Es ist wichtig, Gewalt, Einschüchterung und Belästigung im Job nicht einfach hinzunehmen. „Gewerkschaften spielen bei der Bekämpfung von Gewalt an Frauen eine wichtige Rolle. Und wir werden solange dagegen vorgehen bis diese Diskriminierung der Vergangenheit angehört“, sagt Luca Visentini, Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB).

Auch Montserrat Mir, politische Sekretärin des EGB und für Gleichstellungsfragen zuständig, betont in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit des EGB: „Wir werden uns auch in Zukunft mit anderen Institutionen über Präventionsmaßnahmen austauschen, dringende Initiativen in diesem Bereich setzen und GewerkschafterInnen dabei ermutigen, Gewalt an Frauen zu bekämpfen und vor allem diejenigen, die Opfer von Gewalt sind, zu unterstützen.“

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