Grüne Wirtschaft Kärnten: Zugang zum Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen erleichtern

Klagenfurt (OTS) - Bei der Sitzung des Wirtschaftsparlaments morgen, Dienstag, wird die Grüne Wirtschaft Kärnten fünf Forderungen einbringen, die AsylwerberInnen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern sollen: „Viele der zu uns kommenden Asylwerberinnen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak gehörten in ihren Heimatländern dem Mittelstand an, sind gut gebildet und haben entsprechende Berufsbiografien. Um diese Arbeitskräftepotentiale zu heben, die Kosten der Versorgung von AsylwerberInnen durch die öffentliche Hand zu reduzieren und bestmögliche Integration zu gewährleisten, muss es gelingen, die AsylwerberInnen so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, erklärt Markus Ertel, Landessprecher der Grünen Wirtschaft Kärnten. Er fordert, den BMWA-Erlass vom 1. Mai 2004, der die Arbeitsmöglichkeit für AsylwerberInnen auf die Saison-, Erntearbeit und "Neue Selbständigkeit" beschränkt, aufzuheben: „ AsylwerberInnen müssen einen vollen Zugang zum Arbeitsmarkt spätestens sechs Monate nach Asylantragsstellung erhalten. In Schweden haben sie übrigens bereits nach vier Monaten Zugang.“

Die Grünen Kärnten unterstützen die Forderungen der Grünen Wirtschaft. „Es ist auch wichtig, den Zugang für jugendliche und junge erwachsene AsylwerberInnen zu Lehrstellen – auch außerhalb von sogenannten Mangelberufen – zu ermöglichen. Junge Menschen sollen die Möglichkeit der Berufsausbildung erhalten“, so Landessprecherin Marion Mitsche.

Ertel fordert eine Streichung des Ersatzkräfteverfahrens, um Ansuchen um Arbeitsbewilligung in Mängelberufen zu entbürokratisieren und zu beschleunigen. Darüber hinaus solle es für AsylwerberInnen einfacher werden, als Selbstständige tätig zu werden. Dies sei bereits vorgesehen, aber in der Praxis stelle sich immer wieder heraus, dass die Behörden der einzelnen Bundesländer die Möglichkeiten zur Erlangung einer Gewerbeberechtigung unterschiedlich interpretieren:
„Hier braucht es bundesweit einheitliche Regelungen.“ Auch sei AsylwerberInnen der Zugang zu Arbeitsmarktförderungen nicht länger zu verwehren, wobei Qualifizierung ebenso gefördert werden soll wie der Erwerb von Sprachkenntnissen.
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