Mitterlehner: Österreichs Forscher leisten wertvollen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit

BMWFW und OeAD verleihen Preise für Entwicklungsforschung an Georg Grünberg und Robert Hafner

Wien (OTS/BMWFW) - Der Österreichische Preis für Entwicklungsforschung 2015 geht an Georg Grünberg, Vorstandsmitglied der Lateinamerikaforschung Österreich (LAF-Austria), der für sein Lebenswerk mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wird. Robert Hafner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geografie der Universität Innsbruck, erhält den diesjährigen Nachwuchspreis. Die Verleihung fand am 23. November 2015 im Rahmen der Hochschultagung des Österreichischen Austauschdienstes (OeAD GmbH) an der Universität Wien statt, die heuer unter dem Motto „Hochschulen und globale Entwicklung“ stand. "Nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert ist nichts, das nur irgendjemandem irgendwo weit entfernt betrifft. Wir alle spielen dabei eine Rolle und wir müssen unsere Anstrengungen gemeinsam verstärken. Die lösungsorientierte Erforschung von existenzbedrohenden Problemstellungen, mit denen Entwicklungsländer konfrontiert sind, ist ein wichtiger Beitrag zur österreichischen Entwicklungszusammenarbeit“, so Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner.

Georg Grünberg, 1943 in Wien geboren, studierte Ethnologie in Wien und São Paulo, Brasilien, und übt bis heute Lehrtätigkeiten am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie und am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien sowie im Rahmen des Interdisziplinären Universitätslehrgang für Höhere Lateinamerika-Studien aus. Seit den 1970er Jahren forscht er zu indigenen Völkern, sozialen Bewegungen, ländlicher Entwicklung, praktischer Ethnologie, ethnischen Konflikten, Regionalplanung und Kultur- und Sozialanthropologie. Er ist in zahlreichen Gremien lateinamerikanischer Staaten und indigener Organisationen, als auch der Weltbank, des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) und der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) beratend tätig. Nachwuchspreisträger Robert Hafner ist Mitarbeiter am Institut für Geographie der Universität Innsbruck. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt im Bereich der Stadt‐ und Regionalforschung. Er wurde für seine Monografie „Handlung – Macht – Raum: Urbane Materialsammler-Kooperativen und ihre Livelihoods-Strategien in Buenos Aires“ ausgezeichnet.

Mit dem vom BMWFW dotierten und von der Kommission für Entwicklungsforschung bei der OeAD GmbH vergebenen Wissenschaftspreis werden seit 2013 im zweijährigen Rhythmus wissenschaftliche Institutionen, hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bzw. Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher für exzellente wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Entwicklungsforschung ausge-zeichnet. Die mit 5.000 Euro für den Hauptpreis und 2.000 Euro für den Nachwuchspreis dotierten Preise wurden von Barbara Weitgruber, Sektionschefin für wissenschaftliche Forschung und internationale Angelegenheiten im BMWFW, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Kommission für Entwicklungsforschung Erich Thöni an die Preisträger überreicht.

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