ÖGKV fordert erneut ein Berufsregister für Gesundheits- und Krankenpflegepersonen

Veranstaltung zum Thema Berufsregister am 25.11.2015

Wien (OTS) - Gesundheits- und Krankenpflegepersonen haben gemeinsam mit der Ärzteschaft eine zentrale Stellung im Gesundheitswesen. Umso verwunderlicher ist es, dass Pflegekräfte, egal ob angestellt oder freiberuflich tätig, in keinem nationalen Register erfasst sind. Dieser unhaltbare Zustand führt dazu, dass bundesweit nicht bekannt ist, wie viele Pflegepersonen überhaupt im Gesundheitssystem tätig sind. Damit fehlen in Österreich naturgemäß wichtige Planungsunterlagen sowohl für den stationären Bereich, der Akut- und Langzeitversorgung, als auch für die ambulante Pflege durch angestellte und freiberufliche Pflegekräfte. Ebenso fehlen systematische und nachprüfbare Informationen über die Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Fortbildungspflicht, was negative Auswirkungen auf das Qualifikationsniveau nach sich ziehen kann.

Eine qualitätsgesicherte Pflegeleistung darf aber kein Zufall sein und Planung im Gesundheitswesen erfordert valides Zahlenmaterial.

Seit geraumer Zeit fordert daher der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) die verpflichtende Registrierung aller Gesundheits- und Krankenpflegepersonen.

Nach mehreren Anläufen scheint man nun dem Ziel näher gekommen zu sein. Vertreter der Arbeiterkammer und des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV) einigten sich im Jänner 2015 auf ein Umsetzungsprozedere und brachten so das wichtige Vorhaben der Registrierung der Österreichischen Pflegekräfte um ein gutes Stück weiter. Folgende Eckpunkte sind jedenfalls festgeschrieben.
Eine Bundesbehörde wird für die Registrierung zuständig sein, die Bundesarbeiterkammer wird sie auf Weisung des Gesundheitsministeriums im übertragenen Wirkungsbereich durchführen.
Der ÖGKV übernimmt dabei als Mitglied im Registrierungsbeirat die Aufgabe der Qualitätssicherung des Fortbildungsangebotes.

Die Umsetzung der verpflichtenden Registrierung für alle Gesundheits-und Krankenpflegepersonen ist ein notwendiger Schritt für die weitere Professionalisierung der Pflegeberufe in Österreich.

Es ist zu hoffen, dass die Bundesländer dieses längst überfällige Reformwerk einer verpflichtenden Registrierung aller österreichischen Pflegekräfte nicht weiter blockieren.

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt
Dr. Sanem Keser-Halper
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Österreichischer Gesundheits- und
Krankenpflegeverband
Wilhelminenstraße 91/II e A-1160 Wien
Tel: +43 (1) 478 27 10 - 17, Fax DW: 9
office@oegkv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKV0001