- 23.11.2015, 08:47:03
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Onlinehandel wächst: Logistikdienstleister streben in die Zentren
Industrie- und Logistikmarktbericht von Otto Immobilien: Süden Wiens weiter attraktiv
Utl.: Industrie- und Logistikmarktbericht von Otto Immobilien: Süden
Wiens weiter attraktiv =
Wien (OTS) - Der rasant wachsende Onlinehandel verändert auch den
Markt für Logistikimmobilien. Der Bedarf für eine möglichst rasche
Lieferung, eventuell sogar der „Same Day Delivery“, lässt immer mehr
Dienstleister näher zum Kunden rücken. Die Nachfrage nach modernen
Logistikflächen in zentralen Lagen der Großstädte ist aktuell daher
hoch und wird weiter steigen, heißt es im neuen Marktbericht für
Industrie- und Logistikimmobilien der Otto Immobilien Gruppe, der
seit heute vorliegt.
Die attraktivsten Lagen für Industrie- und Logistikimmobilien in Wien
sind der Süden, der Südosten sowie das Umland, rund 80 Prozent der
lokalen Flächennachfrage konzentriert sich auf dieses Gebiet, so Mag.
Tina Steindl MSc, Expertin für Industrie- und Gewerbeflächen bei Otto
Immobilien. Das Gebiet besticht durch seine Verkehrsanbindung direkt
am Schnittpunkt der Autobahnen nach Westen, Süden, Osten sowie den
Norden Europas. Allerdings hat sich das Flächenangebot hier in den
vergangenen Jahren, bedingt durch Betriebsansiedlungen und
Umwidmungen von Grundstücken zu Wohnwecken, zunehmend verringert.
Mietpreisniveau: Wien unter dem europäischen Schnitt
Im Raum Wien bewegen sich die Nettomieten nach Recherchen der Otto
Immobilien Gruppe abhängig von Lage, Qualität und Ausstattung in
einer relativ weiten Bandbreite zwischen 2,50 und 6,00 Euro pro m²
und Monat. „Die österreichische Bundeshauptstadt liegt damit im
internationalen Vergleich unter dem europäischen Durchschnitt von
7,30 Euro pro m² und Monat“, so Mag. Alexander Bosak MRICS, MBA,
Leiter der Immobilien Research bei Otto Immobilien. Logistikzentren
an deutschen Standorten und in den großen Handelsmetropolen
Westeuropas sind regelmäßig teurer, in angrenzenden osteuropäischen
Staaten und Südeuropa etwas günstiger, so Bosak.
Für die Renditen am Standort Wien beobachtet man Werte zwischen 7,00
Prozent und 10 Prozent. Derzeit sind laut Otto Immobilien vor allem
internationale institutionelle Investoren an modernen und nahezu
vollvermieteten Objekten in guten Lagen interessiert. Die
Leerstandsrate sei aufgrund mangelnder Erfassungssysteme und vieler
eigengenutzter Objekte nicht exakt feststellbar, heißt es im
Marktbericht. Bei modernen und zeitgemäßen Flächen werde aber auch
künftig die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigen.
Gesucht: Moderne Logistikflächen über 5.000 m²
Deutlich zugelegt hat nach Angaben von Otto Immobilien die Nachfrage
nach modernen Logistikflächen von mehr als 5.000 m². Demgegenüber
stehe ein hohes Angebot an Bestandsobjekten, das allerdings die
steigenden Anforderungen der Nutzer hinsichtlich Ausstattung und
Beschaffenheit oft nicht erfüllen kann. Wie auch auf dem restlichen
österreichischen Markt ist im Raum Wien der Anteil der Eigennutzer im
internationalen Vergleich hoch.
Trend: Mieten statt kaufen
Einen klaren Trend ortet man in der Verschiebung der Nachfrage von
Kauf zu Miete. „Da die vorhandenen Immobilien mehrheitlich nicht den
zeitgemäßen Anforderungen entsprechen, wollen immer mehr Nutzer ein
Projekt anmieten, das an ihre Bedürfnisse angepasst wird“, so Mag.
Alexander Fenzl Leiter Immobilienvermarktung Gewerbe von Otto
Immobilien. Der Kauf eines Grundstückes, um ein Gebäude selbst zu
errichten, bzw. ein Bestandsgebäude selbst auf die individuellen
Anforderungen zu adaptieren, sei hingegen leicht rückläufig. Die
erhöhte Nachfrage nach Miete werde künftig auch die spekulative
Errichtung von Logistikimmobilien positiv beeinflussen, meint Fenzl.
Untersucht wurde von Otto Immobilien schwerpunktmäßig der Großraum
Wien. Er zählt zu den sieben für Industrie und Logistik wichtigen
Regionen in Österreich - neben den Ballungsräumen von St.
Pölten/Krems, Parndorf/Kittsee/Heiligenkreuz, Graz/Leoben,
Klagenfurt/Villach, Linz/Wels/Enns und Salzburg. Aufgrund der starken
lokalen Industrie sowie der attraktiven Infrastrukturbedingungen
(Tri-Modalität durch Donau, Autobahn und Bahnanschluss) weisen die
Standorte Wien und Linz die höchste Attraktivität auf, heißt es in
dem Marktbericht.
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