„profil“: Klagenfurts FPÖ-Vizebürgermeister Scheider im Visier der Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKSTA)

Ermittlungen wegen Bestechlichkeit nach anonymer Anzeige aus den eigenen Reihen – ohne einen Beweis

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ermittelt die Wiener Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKSTA) – ausgehend von einer sonderbaren anonymen Anzeige – bereits seit Monaten gegen den früheren Klagenfurter BZÖ-Bürgermeister und nunmehrigen FPÖ-Vizebürgermeister Christian Scheider und den früheren FPK-Wohnbaureferenten Gerhard Reinisch wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Scheider und Reinisch sollen im Vorfeld der Gemeinderatswahlen 2015 von einem Kärntner Bauunternehmer eine verdeckte Zuwendung von jedenfalls 30.000 Euro erhalten und den Klagenfurter FPÖ-Gemeinderatsklub am 16. März dieses Jahres darüber informiert haben. „Ich kann bestätigen, dass entsprechende Ermittlungen anhängig sind“, so WKSTA-Sprecher Norbert Hauser gegenüber „profil“.

Belegt ist derzeit nichts. Im Gegenteil. Die WKSTA hat mittlerweile zwar ein Dutzend Zeugen befragt, laut Scheiders Anwalt Hans Gradischnig hat jedoch keiner „auch nur im Entferntesten die Angaben in der anonymen Anzeige bestätigt“. Die – offensichtlich aus den Reihen der FPÖ Klagenfurt kommende Anzeige – „entbehrt jeglichen Wahrheitsgehalts“, betont Gradischnig. Auch der Kärntner Bauunternehmer legt Wert auf die Feststellung, „weder im Vorfeld der Kärntner Gemeinderatswahlen im März 2015 noch zu einem anderen Zeitpunkt eine Parteispende zu Gunsten der FPÖ Klagenfurt oder auch einer anderen FPÖ Organisation“ geleistet zu haben. Nach „profil“-Recherchen wird Scheider dazu am 9. Dezember von der WKSTA einvernommen.

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