LR Schwarz: NÖ Forderung nach Sensibilisierung im Gesundheitsbereich zum Thema Gewalt an Frauen beschlossen

Aus- und Fortbildungen im Umgang mit Folgen von Gewalt für medizinisches Personal

Wien (OTS/NÖI) - Unter dem Vorsitz des Bundeslandes Wien fand heute die LandesfrauenreferentInnenkonferenz im Beisein der zuständigen Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek statt. Wie bereits Anfang der Woche von Frauen-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz angekündigt, wurde heute auf Initiative des Landes Niederösterreich, gemeinsam mit dem Bundesland Kärnten, der Beschluss zur Aufnahme der Themen "Erkennung von Gewalt" und "gerichtsverwertbare Dokumentation" in die Ausbildung des Gesundheits- und Krankenpflegepersonals sowie in die ärztliche Fortbildungen gefasst.

Schwarz resümierte nach der Konferenz: "Wir haben uns intensiv mit Themen auseinandergesetzt, die für alle Frauen von Relevanz sind. Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, wichtige Forderungen an den Bund im Bereich Gewalt zu äußern. Von Gewalt betroffene Frauen sind meist auf Hilfe von Außenstehenden angewiesen. In Zukunft soll daher ein standardisiertes Curriculum zu Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt für den Gesundheits- und Krankenpflegebereich erstellt und dieses in die Ausbildung des Gesundheits- und Krankenpflegepersonals implementiert werden. Außerdem soll das Personal im medizinischen Bereich noch stärker auf dieses Thema sensibilisiert und laufend verpflichtende Fortbildungen zu den Bereichen 'Gewalt an Frauen' und 'Traumatisierung' für Gesundheits- und Pflegepersonal durchgeführt werden."

Gewalttätigkeit in der Partnerschaft sowie im sozialen Nahraum kennt keine kulturellen oder religiösen Grenzen und zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen. Internationale Daten und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen eindeutig auf: Gewalt ist ein weit verbreitetes Problem. Jede fünfte Österreicherin gibt an, seit dem 15. Lebensjahr schon einmal von körperlicher und/oder sexueller Gewalt bedroht gewesen zu sein.

Die Themenschwerpunkte der diesjährigen LandesfrauenreferentInnenkonferenz umfassten Gewaltschutz und -prävention, Gewalt in den Medien, Bildung und Pädagogik, Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Verbesserung der Rahmenbedingungen, Existenzsicherndes Einkommen für Frauen – Grundlage für Eigenständigkeit und Teilhabe sowie Pensionssplitting.

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