Heinisch-Hosek und Frauenberger: Gewaltschutznetz für Frauen absichern!

Jährliche Konferenz der LandesfrauenreferentInnen heute in Wien – Drei Anträge machen den Schutz von Frauen vor Gewalt zum inhaltlichen Schwerpunkt

Wien (OTS) - Heute Freitag halten die neun LandesfrauenreferentInnen aus den Bundesländern in Wien ihre jährliche Konferenz ab. Kurz vor dem Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November bilden drei Anträge zum Ausbau und der Sicherung des Gewaltschutznetzes den inhaltlichen Schwerpunkt. Sie fordern vom Bund eine Reihe von Maßnahmen, um ein sicheres, selbstbestimmtes und unabhängiges Leben für Mädchen und Frauen zu ermöglichen.
An der Konferenz nahmen auf Einladung der Wiener Landesrätin Sandra Frauenberger Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Landesrätin Dr.in Christine Baur (Tirol), Landesrätin Mag.a Martina Berthold, MBA (Salzburg), Landesrätin Mag.a Barbara Schwarz (NÖ), Landesrätin Verena Dunst (Burgenland), Landesrätin Mag.a Ursula Lackner (Steiermark), Landesrätin Katharina Wiesflecker (Vorarlberg), Landeshauptmannstellvertreterin Dr.in Beate Prettner (Kärnten) sowie der Landeshauptmannstellvertreter Mag. Thomas Stelzer (Oberösterreich), teil.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek dazu: „Der Wunsch nach verbesserten Rechtsschutz und die verpflichtende thematische Fortbildung in der Justiz zu Gewalt an Frauen ist ein wichtiger konkreter Punkt den die LandesfrauenreferentInnenkonferenz heute beschlossen hat. Sehr spezifische Forderungen wurden auch für Aus-und Fortbildungen im Gesundheitsbereich, bei der Berichterstattung über häusliche Gewalt sowie Gender Mainstreaming in der PädagogInnen-Bildung gestellt. Die getroffenen Beschlüsse werden nun an die zuständigen Ressorts weiter geleitet.“

Durch einen Antrag der Bundesländer Wien, Kärnten, Steiermark und Burgenland wird der Justizminister dazu aufgefordert, psychische Gewalt als Straftatbestand zu implementieren. Die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger erläutert: „Frauen sind vor allem von Gewalt im sozialen Nahbereich durch ihren (Ex-)Partner betroffen. Psychische Gewalt ist dabei ein weit verbreiteter Kontroll- und Unterdrückungsmechanismus. Ein eigener Straftatbestand würde zu einer höheren Sensibilisierung für diese Form führen. Psychische Gewalt ist oft nicht sichtbar, aber sie tut nicht weniger weh.“ Frauenberger kündigt am Rande der Konferenz diesbezüglich öffentlichkeitswirksame Aktivitäten im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen an, die mit dem 25. November starten werden.

Ein weiterer Antrag beschäftigt sich mit der Thematisierung von Gewalt an Frauen im Gesundheitsbereich. Frauenberger dazu:
„Gesundheitseinrichtungen sind oftmals die erste Anlaufstelle bei Gewalterfahrungen. Aus frauenpolitischer Sicht ist es äußerst wichtig, dass der Gesundheitsbereich genau hinschaut, wenn Frauen Opfer von Gewalt werden. Wien schützt Frauen in Notsituationen mit einem dichten Beratungs- und Betreuungsnetz. Die Zusammenarbeit zwischen Opferschutz- und Gesundheitseinrichtungen ist dafür ein wichtiger Grundstein.“ Der dritte Antrag beinhaltet die mediale Darstellung von häuslicher Gewalt und fordert Maßnahmen, die zu einem besseren Umgang der Medien mit Gewalt an Frauen führen.

Die weiteren Anträge befassen sich mit den Themen Bildung und Pädagogik, Vereinbarkeit und der eigenständigen Existenzsicherung von Frauen.

Bildmaterial zu dieser Aussendung ist in Kürze unter www.wien.at/pressebilder abrufbar.

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