Bildungsreform - Stronach/Lugar: Chancengleichheit durch Privatschulen für alle

Bildungsscheck soll allen Kindern den Besuch einer Privatschule ermöglichen

Wien (OTS) - „Diese Bildungsreform ist gescheitert: die öffentlichen Schulen werden weiter unter der politischen Gängelung des Staates stehen und ihrem Bildungsauftrag nicht gerecht werden – ein Viertel aller Schulabgänger kann nicht lesen und schreiben. Aus diesem Grund fordern wir Privatschulen für alle “, sagte Team Stronach Klubobmann und Bildungssprecher Robert Lugar heute in einer Pressekonferenz. Denn abseits der „5000 Versuchsstationen der Bildungsministerin gibt es mit der Privatschule sehr wohl ein funktionierendes Modell der autonomen Schule mit guten Ergebnissen“, machte Lugar aufmerksam. Mit der Einführung eines Bildungsschecks will er auch Arbeiterkindern den Besuch von Privatschulen ermöglichen.

Der von Lugar geforderte Bildungsscheck soll sich an den aktuellen Kosten pro Schulkind orientieren, „die je nach Förderbedarf zwischen 6.000 und 12.000 Euro liegen“. Die Eltern und Kinder sollen frei wählen können, ob sie diesen Scheck in einer Privatschule oder in einer staatlichen Schule einlösen. „Es muss nichts dazu gezahlt werden. So schaffen wir Chancengleichheit“, so Lugar.

„Wir brauchen ein Gegenmodell zur öffentlichen Schule. Durch gesunde Konkurrenz geraten die öffentlichen Schulen unter Druck, ihr Angebot zu verbessern“, verwies Lugar auf Holland, wo dieses Modell sehr erfolgreich ist. Nachdem sich anfänglich die große Mehrheit der Kinder für Privatschule entschieden hatte, mussten die öffentlichen Schulen etwas tun, wieder an Attraktivität zu gewinnen. Heute gehen 70 Prozent der Schüler in private, und 30 Prozent in staatliche Schulen, berichtete Lugar.

„Doch warum liefern Privatschulen bessere Ergebnisse?“, fragte der Team Stronach Klubobmann und fügte hinzu, „weil sie unabhängig sind und frei von den ideologischen und machtpolitischen Interessen von Ministerin und Landeshäuptlingen. Sie werden vom Staat nicht politisch indoktriniert und können ihre Lehrer frei auswählen. Diese Variante wäre die beste für unsere Kinder, die Eltern aber auch den Staat, weil bessere Ergebnisse erzielt werden.“ Die Bildungsministerin könne das Modell auch sofort umsetzen, da weder die Zustimmung der Landeshäuptlinge noch eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament nötig sei, betonte Lugar.

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