Klimaschutzmaßnahme Windenergie

Windenergie als Leittechnologie der Stromerzeugung

Paris (OTS) - Vom 16. bis 20. November war Paris das weltweite Zentrum der Windenergie. Das jährliche Hauptevent der Windbranche zeigt eine Woche vor der Klimakonferenz in Paris, dass die Windenergie ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz ist und verstärkt dafür auch in Zukunft genutzt werden kann. „Als größte Quelle der weltweiten Treibhausgas-emissionen muss der Energiesektor das Zentrum der globalen Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels sein“, bemerkte Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur letzte Woche bei der Veröffentlichung des World Energy Outlooks und fordert für Paris eine klare Richtung zur Umstellung des Energiesektors ein.

Die Leittechnologie der Stromerzeugung ist die Windenergie
Seit dem Jahr 2000 wurde in Europa mehr Windkraftleistung zugebaut, als alle Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke zusammen. Bis 2030 könnte die Windenergie allein in Europa 941 Mrd. kWh Strom erzeugen und damit 28% des Stromverbrauchs decken. 2014 erzeugten alle Windräder in Europa 284 Mrd. kWh Strom und deckten damit 10,2% des Stromverbrauches. „Die Windenergie wird die größte Stromerzeugungstechnologie in der EU sein, wenn die Regierungen ambitioniert ihre Klimaschutzstrategie angehen“, bemerkt Giles Dickson, Geschäftsführer des europäischen Windenergieverbandes EWEA und setzt fort: „Die europäische Wirtschaft und die Energiebranche sind komplett im Wandel. Die Politiker müssen jetzt entscheiden, ob sie diese Transformation beschleunigen wollen, oder verzögern und damit Investitionen und Arbeitsplätze gefährden.“

Made in Austria

Auch Österreich kann beim weltweiten Windenergieboom mitpartizipieren. Mehr als 170 österreichische Firmen sind im Zuliefer- und Dienstleistungsbereich der Windbranche am Weltmarkt engagiert. Dabei erwirtschafteten sie ein Exportvolumen von weit mehr als 660 Mio. Euro jährlich. Einige dieser Firmen sind sogar Weltmarktführer in ihrem Segment. Der Windenergieausbau in Österreich ist in den letzten Jahren sehr gut vorangekommen. Mehr als 2,2 Mrd. Euro wurden in neue Windräder investiert. „Damit ist die Windbranche in Österreich zu einem der wichtigsten Investitionszweige der gesamten Industrie herangewachsen“, freut sich Stefan Moidl und ergänzt: „Leider ist die Zukunft des Windenergieausbaus in Österreich nicht gesichert.“ Der europäische Strommarkt ist komplett aus den Fugen geraten, der CO2-Handel ist in sich zusammen gebrochen und die heimischen Kraftwerke sind durch exorbitante Ausgleichsenergiekosten und Netzgebühren zusätzlich benachteiligt. Dies hat auch Auswirkungen auf den zukünftigen Windkraftausbau. „Um das derzeitige Niveau des Ausbaus zu halten, sind daher dringend Anpassungen des Ökostromgesetzes erforderlich. Dann könnten bis 2020 weitere 2,5 Mrd. Euro investiert und 10.000 Personen beim Aufbau und Betrieb der Windräder beschäftigt werden“, bemerkt Moidl abschließend.

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