Rabmer-Koller: Europäische KMU-Politik benötigt kohärenten Aktionsplan

WKÖ-Vizepräsidentin brachte bei SME Assembly Vorschläge für zukunftsorientierte Mittelstandspolitik ein

Wien (OTS) - „Kleine und Mittlere Unternehmen sind der Motor der europäischen Wirtschaft - sie schaffen das meiste Wachstum und die meisten Jobs. Trotzdem sind sie immer noch mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert. Jetzt ist es an der Zeit, von der Problemanalyse zur Umsetzung zu kommen“, forderte Ulrike Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich und des Europäischen Handwerks- und KMU-Verbandes UEAPME, bei der SME Assembly der Europäischen Kommission in Luxemburg. Rabmer-Koller brachte bei diesem Forum zur Förderung der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa Lösungsansätze für die weitere KMU-Politik Europas ein.

„Wir kennen die größten Steine im Weg der KMU: Zuviel Bürokratie, Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzierung und beim Finden geeigneter Mitarbeiter mit arbeitsmarktrelevanten Fähigkeiten. Nun müssen wir sie gemeinsam angehen, um endlich nachhaltiges Wachstum und Jobs in Europa zu schaffen“, so Rabmer-Koller. Diese Herausforderungen seien nur durch eine enge Zusammenarbeit von Unternehmerinnen und Unternehmern mit den politischen Entscheidungsträgern zu lösen. „KMU leiden am meisten unter allzu komplexen Rechtsvorschriften. Ein kleines Unternehmen kann es sich nicht leisten, Personal für rein administrative Aufgaben abzustellen“, weiß die Unternehmerin Rabmer-Koller. Das Paket der EU-Kommission zur „Besseren Rechtsetzung“ (Better Regulation) enthalte zahlreiche gute Vorschläge (z.B. verpflichtender KMU-Test im Gesetzgebungsprozess, um die Auswirkungen auf KMU zu prüfen), die nun rasch umgesetzt werden müssten.

„Gerade in kleinen Unternehmen entstehen Innovationen und kreative Ideen. Dafür brauchen sie aber genügend Finanzmittel und die geeigneten Köpfe“, so die Vizepräsidentin. Trotz nach wie vor hoher Arbeitslosenraten sei es oft schwierig, die in den Betrieb passenden Fachkräfte zu finden: „Gerade junge Menschen müssen verstärkt die Fähigkeiten und Kenntnissen erlernen, die wir Unternehmen brauchen.“ Hier kann das österreichische System der dualen Ausbildung als Best practice dienen. Zudem müssten gerade KMU auch besser über ihre Möglichkeiten, im Rahmen von EU-Förderprogrammen Gelder zu erhalten, informiert werden. "Um die Rahmenbedingungen für KMU zukunftsorientiert zu optimieren und kohärente Lösungsansätze zu verfolgen, benötigt es zusätzlich einen, die einzelnen Politikfelder übergreifenden Europäischen Aktionsplan für KMU", so Rabmer-Koller abschließend. (PWK899/FA)

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