ÖGB-Anderl: Frauen sind gut ausgebildet, aber schlecht bezahlt

Gender Gap Report zeigt Ungleichheit zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt auf

Wien (OTS) - „In den vergangenen Jahren haben Frauen bei Bildungsabschlüssen aufgeholt und die Männer sogar überholt. Die erworbenen Kenntnisse spiegeln sich jedoch nicht im Erwerbsleben wider. Hier herrscht enormer Nachholbedarf“, reagiert Renate Anderl, ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende, auf die Ergebnisse des gestern veröffentlichten Global Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums. Im internationalen Vergleich der Lohngerechtigkeit kommt Österreich nämlich nur auf Platz 104 von 145. „Es hat sich zwar in den letzten Jahren viel getan. Aber das Tempo, mit dem sich die Lohnschere zwischen den Geschlechtern schließt, ist noch viel zu gering.“

Frauen sind häufig in Niedriglohnbranchen anzutreffen, und Erhebungen bestätigen, dass vermehrt Frauen niedrige Positionen besetzen, womit in der Regel ein geringerer Verdienst einhergeht. „Wir fordern verpflichtende Frauenförderung in großen Betrieben und verbindliche Quoten für Führungspositionen, damit Frauen am Arbeitsmarkt nicht länger diskriminiert werden. Wir werden uns auch dafür stark machen, dass mehr Frauen die ‚gläsernde Decke‘ durchbrechen und öfter in der Chefetage anzutreffen sind“, so die ÖGB-Vizepräsidentin.

„In den kommenden Jahren werden wir uns verstärkt auf Gesetzes-Kollektivvertrags- und Betriebsebene dafür einsetzen, dass Einkommensgerechtigkeit hergestellt wird. Wir werden so lange arbeiten und fordern, bis die Lohnschere zwischen den Geschlechtern endlich geschlossen wird“, sagt Anderl abschließend.

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